Zur zweiten Hauptversammlung seit der Gründung der Verkehrsinitiative Hagnauer Bürger konnte Vorsitzender Bernd Saible mehr als 70 Mitglieder und Bürgermeister Volker Frede im Bissier-Saal des Hagnauer Rathauses begrüßen. Wie der Verein in einem Pressetext mitteilt, stand zunächst die Leistungsbilanz für das Jahr 2017 im Mittelpunkt. Dabei wurde die Gründung des "B 31-neu – Bündnis Pro 7.5 Plus" mit den Verkehrsinitiativen Immenstaad und Stetten sowie dem Winzerverein Hagnau, der die Interessen von etwa 60 Winzern vertritt, herausgestellt. Die Gründung sei "ein konsequenter Schritt zur gemeinsamen Interessenvertretung“ gegenüber Regierungspräsidium, Verkehrsministerium und in der Öffentlichkeit gewesen, wird Bernd Saible in dem Pressetext zitiert. Das Bündnis setzt sich nach eigenen Angaben für eine leistungsfähige Ost-West-Verkehrsachse B 31-neu am Bodensee ein. „In 2018 und 2019 werden im Planungsprozess der B 31-neu die wichtigsten Grundentscheidungen fallen, die mit hohen Konsequenzen für Hagnau, Stetten, Immenstaad und die Region verbunden sind“, sagt Bernd Saible. Bei der Hauptversammlung wurden drei Informationsveranstaltungen des Bündnisses zur B 31-neu-Planung angekündigt: am Montag, 5. März, um 19 Uhr im Rathaus in Stetten, am Dienstag, 6. März, um 18.30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses in Immenstaad und am Mittwoch, 7. März, um 19 Uhr im Reinhard-Sebastian-Zimmermann-Saal des Rathauses in Hagnau.

Bei der Zusammenkunft bot aber nicht nur die B 31-neu-Problematik Diskussionsstoff. Auch zwei weitere Verkehrsprobleme in Hagnau wurden thematisiert. Etwa die Verkehrssicherheit auf der Seestraße, wo es im vergangenen Jahr einen mäßig erfolgreichen Versuch zur Verkehrsberuhigung gegeben hatte. Die Verkehrsinitiative Hagnau hat dem Gemeinderat vorgeschlagen, die Seestraße, wo bislang Spaziergänger, Radfahrer und Autos aufeinandertreffen, generell zur Fußgängerzone zu erklären. Für den Bodenseeradweg, der über die Seestraße führt, müssten dann Alternativen angeboten werden, führt Saible aus. Entscheiden wird nach einer zweiten Versuchsphase der Gemeinderat. Der Verein, der 300 Mitglieder zählt, will unterstützend tätig sein. "Wir haben eine Projektgruppe, die sich überlegt, wie sich Probleme lösen lassen", sagt Saible auf Nachfrage. 60 Aktive seien bereit, sich einzubringen. Das zweite Projekt „Optimierung an der B31“ beschäftigt sich mit den Klagen der Bewohner angesichts der Verkehrsverhältnisse an der B 31. Mit den Verkehrsbehörden wollen die Aktiven unter anderem Lösungen für risikoreichen Abbiegerverkehr aus der Kapellenstraße, Rotlichtverstöße bei der Fußgängerampel in Hagnau Mitte und die Qualität der Beleuchtung ausarbeiten.