Mit einer beachtlichen Tiefe von 1,73 Meter gewann das Dreier-Team „1. SC Maulwürfe Efrizweiler“ mit Christian Amman, Daniel Müller und Elias Braunschweiler den Wettbewerb um die goldene Schaufel. „Wir sind alles Schreibtischtäter und können hier unsere Wut austoben und einmal im Jahr ein tiefes Loch graben“, so die Gewinner.

Sie erzählen, dass sie tags zuvor Probebohrungen gemacht und die weichste Stelle ausgesucht hatten. Sie hatten sich nicht auf den Wettbewerb vorbereitet, sondern gehen drei Mal die Woche ins Fitness-Studio. „Wir machen das wegen der körperlichen Ertüchtigung, weil es viel Spaß macht und wegen des guten Zwecks“, sagt Christian Amman. Und natürlich wollen sie gewinnen. Als sie auf etwa einem Meter Tiefe sind, stoßen sie auf einen Regenwurm und Daniel Müller, der den Wurm zur Seite räumt, sagt: „Tierschutz steht vor Gewinn“.

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Zum vierten Mal fand der Wettbewerb „Die goldene Schaufel“, ausgerichtet vom Musikverein Kluftern, am Ortsrand von Kluftern auf einer Wiese statt. „Nachdem die Challenge im vergangenen Jahr wegen Corona ausfallen musste, sind wir sehr froh, dass wir wieder starten können“, erklärt Organisator Sebastian Thoma, der durch den Wettbewerb führte. Thoma ist gebürtiger Kluftinger und spielt seit rund 25 Jahren Trompete und Flügelhorn im Musikverein Kluftern. Zwar hatten sich mit sechs Teams weniger angemeldet als in den Jahren zuvor, dennoch sei man sehr zufrieden, dass die Idee Anklang gefunden hat und so engagierte Teilnehmer mitmachen, so Sebastian Thoma.

Die Erlöse kommen je zur Hälfte den Klinik-Clowns in Ravensburg und einem kirchlichen Projekt für Kinder in Afrika zugute. Während es bis zum Beginn des Wettbewerbs noch bedeckt war, besiegte die Sonne den Hochnebel und die Wärme kam auch den Zuschauern zugute. Sie standen den Team mit Tipps und oftmals nicht ganz ernst gemeinten Vorschlägen zur Seite.

Buddeln hat auch Tücken

Den Preis für das originellste Trikot bekam die „Ampel-Koalition“ Felix Müller, Tim Schmidt und Benedikt Gemar in ihren roten, gelben beziehungsweise grünen Latzhosen für ihrem Team-Namen. „Buddeln macht Spaß und es ist für einen guten Zweck“, sagt Felix Müller. Doch die Buddelei hat auch ihre Tücken. Zunächst zeigte sich das Abheben der Grasnarbe als widerspenstig und wenn die Wettbewerber glaubten, das Schlimmste sei vorbei, erschwerten sperrige Steine die Arbeit.

Das Team „Ampel-Koalition“: Felix Müller, Tim Schmidt und Benedikt Gemar (von links) erhält einen Preis für das originellste Outfit beim Wettbewerb.
Das Team „Ampel-Koalition“: Felix Müller, Tim Schmidt und Benedikt Gemar (von links) erhält einen Preis für das originellste Outfit beim Wettbewerb. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Jule Weißhaar und Christian Thoma rechneten sich als Zweier-Team keine großen Chancen auf den Gewinn aus. „Es geht uns um den Spaß und den guten Zweck und weil das Wetter jetzt auch mitmacht, ist es auch viel schöner“, meint Jule Weißhaar. „Unsere Chancen stehen eher schlecht, weil der Boden recht hart ist, aber es ist nicht hoffnungslos, vielleicht stoßen wir ja noch auf einen stillgelegten Tunnel und machen so Meter gut“, sagt Sophie Fischer, die mit Erik Friedl und Eduardo Flores in tiefer gelegenen Gebiet des Areals graben und als einzige auf Wasser stoßen.

Unterstützung aus Übersee: Mit dem harten Boden kämpfen auch Erik Friedel, Eduardo Flores und Sophie Fischer (von links), die sogar auf Wasser gestoßen sind.
Unterstützung aus Übersee: Mit dem harten Boden kämpfen auch Erik Friedel, Eduardo Flores und Sophie Fischer (von links), die sogar auf Wasser gestoßen sind. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Als Familien-Team sind Vater Udo und Laurin Beller am Start. „Die Bodenbeschaffenheit ist anders als die Jahre zuvor und der Lehmboden ist sehr fest“, stellt Udo Beller fest. Aber alle Teilnehmer sind mit großem Engagement und viel Spaß beim Graben, sodass sich die Aktion für alle gelohnt hat.

Dabei sein ist alles: Laurin (links9 und Udo Beller haben sich ganz kurzfristig entschieden, beim Wettbewerb anzutreten.
Dabei sein ist alles: Laurin (links9 und Udo Beller haben sich ganz kurzfristig entschieden, beim Wettbewerb anzutreten. | Bild: Wolf-Dieter Guip