Die Frage von Philipp Fuhrmann lag auf der Hand. Hält die ZF-Arena doch den Schneemassen stand, die derzeit auf der Halle liegen? Schließlich wurde die Heimspielstätte der Volleyballer im September von heute auf morgen zugesperrt, weil das Dach marode sei und eine Einsturzgefahr insbesondere bei hoher Schneelast nicht ausgeschlossen werden könne. Und so viel Schnee wie in den vergangenen Tagen lag seit vielen Jahren nicht auf dem Dach.

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Dass der Grund für die vom Rathaus verfügte Schließung jetzt quasi eingetreten ist, aber bisher nichts passiert ist, weiß Baubürgermeister Stefan Köhler selbst. Das helfe aber alles nichts: Die Aussagen der Gutachter zum Zustand der Halle liegen auf dem Tisch, „und danach müssen wir uns richten“, erklärte er am Dienstagabend im Ratsausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU). Ihn würde es jedenfalls nicht freuen, „wenn das Ding zusammenkracht“.

Starke Fraktion im Rat offensichtlich für Sanierung

Offensichtlich gibt es im Rat inzwischen eine starke Fraktion für die Sanierung der ZF-Arena. „Ich weiß, Sie wollen sanieren“, richtete Stefan Köhler jedenfalls das Wort an die PBU-Mitglieder. Das Gutachten dazu sei in Arbeit. Anfang Februar werde er sich persönlich über den Stand der Dinge informieren.

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Als die Verwaltung Ende September 2020 das Betreten der Halle quasi von heute auf morgen verbot, war in der ersten Stellungnahme noch von „voraussichtlich für immer“ die Rede. Eine Sanierung wäre „nicht sinnvoll“, der Abriss daher wahrscheinlich. Das ging Vielen im Gemeinderat zu schnell.

Rathaus hat Sanierungsgutachten beauftragt

So gab das Rathaus „eine nochmalige und vertiefende bautechnische Prüfung“ in Auftrag, erklärt die Stadtverwaltung auf aktuelle Nachfrage – wie man es dem Gemeinderat im Oktober zugesagt hatte. Diese Prüfung müsse zunächst zeigen, ob eine Sanierung überhaupt möglich – und falls ja – sinnvoll sei. Erst dann könne das weitere Vorgehen geklärt werden.

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„Sobald uns die Prüfungsergebnisse zu Statik, Betonqualität und Fassade vorliegen, werden wir die Termine für die weitere Beratung festlegen“, teilt die städtische Pressestelle auf Anfrage mit. In jedem Fall werde die Verwaltung dem Gemeinderat das Ergebnis vorlegen – voraussichtlich im noch ersten Quartal 2021.