Eltern erkunden am Tag der offenen Tür mit ihren Kindern das Schulhaus, informieren sich bei Veranstaltungen über die Schule und können Lehrern Fragen stellen – diese Möglichkeiten lässt das Coronavirus dieses Jahr nicht zu.

Um die Schule dennoch kennenzulernen, bietet die St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule eine virtuelle Schule an. In einzelnen kreativen Videos stellt sich die Schule auf der Internetseite der Schule vor. Zu sehen ist unter anderem ein virtueller Rundgang durch das Schulhaus, ein Kennenlernen mit Schulhund Lino, Lehrer stellen sich anhand einer Foto-Collage vor und Schüler tanzen die Corona-Regeln. Hier sehen sie den „Corona Dance“.

Video: St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule

Speziell an die Eltern gerichtet, begrüßt Schulleiterin Sabine Schuler-Seckinger die Eltern in einem Video mit anschließender Vorstellung des Schulkonzepts. Zudem präsentieren Schüler in kurzen Filmclips oder Erklärvideos die einzelnen Fächer und die Arbeitsgemeinschaften.

„Digital ist es schwierig, die Atmosphäre vor Ort rüber zu bekommen. Wenn man mich oder die Kollegen persönlich am Infotag sieht, ist die Hürde geringer, Fragen zu stellen“, sagt Sabine Schuler-Seckinger, Schulleiterin der St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule.
„Digital ist es schwierig, die Atmosphäre vor Ort rüber zu bekommen. Wenn man mich oder die Kollegen persönlich am Infotag sieht, ist die Hürde geringer, Fragen zu stellen“, sagt Sabine Schuler-Seckinger, Schulleiterin der St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule. | Bild: Lippisch, Mona

Virtuelle Schule zu erstellen, mit viel Aufwand verbunden

Die Schule digital vorzustellen, sei „wahnsinnig viel Arbeit“ gewesen, sagt Schuler-Seckinger. „Ende November war uns klar, dass wir uns wegen Corona digital vorbereiten müssen. Das Marketing-Team der Schule hat sich daher überlegt, wie wir uns präsentieren können, da die meisten jungen Menschen online unterwegs sind“, berichtet die Schulleiterin.

St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule.
St. Elisabeth Mädchen- und Jungenrealschule. | Bild: Mommsen, Kerstin

Die technischen Voraussetzungen zu schaffen und ein qualitativ hochwertiges Angebot zu erstellen, habe das Marketing-Team vor Herausforderungen gestellt. Im Vergleich zu einem Infotag an einem bestimmten Tag sei es aber eine gute Möglichkeit, sich die Videosequenzen immer wieder anzuschauen und sich zu informieren, sagt Schuler-Seckinger. Um auf das Angebot aufmerksam zu machen, wurden Postkarten an Häfler Viertklässler mit einem QR-Code geschickt, um die virtuelle Schule zu besuchen.

360-Grad-Rundgang in der Bodensee-Schule

Damit Schüler das Bildungszentrum Bodensee-Schule St. Martin erkunden können, hat sich die Schule eine besondere Form der Besichtigung einfallen lassen: ein 360-Grad-Rundgang. Dafür wurde eine spezielle 360 Grad Kamera angeschafft und mit einer Internetplattform erstellt. So kann die Schule auch digital erkundet werden.

„Es ist wichtig, die Schule auch als Raum kennenzulernen, damit man sich wohlfühlt, wenn man noch nie dort war. Das ist eine wichtige Ebene“, sagt Hermann Schlenker, Schulleiter des Beruflichen Gymnasiums der Bodensee-Schule St. Martin.
„Es ist wichtig, die Schule auch als Raum kennenzulernen, damit man sich wohlfühlt, wenn man noch nie dort war. Das ist eine wichtige Ebene“, sagt Hermann Schlenker, Schulleiter des Beruflichen Gymnasiums der Bodensee-Schule St. Martin. | Bild: Cuko, Katy

Dass sich an der Bodensee-Schule alle neuen Schüler wohlfühlen, ist Hermann Schlenker, Leiter des Beruflichen Gymnasiums, wichtig. Darunter auch diejenigen, die zum Schuljahr nach den Sommerferien das Berufliche Gymnasium mit dem ganz neuen Profil Wirtschaft besuchen. Dies ist eine Ergänzung zum bereits bestehenden sozialwissenschaftlichem Gymnasium.

Auch wenn die Schüler ihre neue Schule nur virtuell erkunden können, sei das Interesse an der wirtschaftswissenschaftlichen Richtung sehr groß. Schlenker erzählt: „Wir haben viele Anmeldungen. Im Unterricht beantworten wir auch ethische Fragen in der Wirtschaftswelt, zum Beispiel aktuell mit dem Impfstoff. Damit treffen wir das Interesse von vielen Jugendlichen.“

Bodensee-Schule St. Martin.
Bodensee-Schule St. Martin. | Bild: Wieland, Fabiane
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Alles Wichtige auf einen Blick mit digitalen Pinnwänden

Interesse besteht nicht nur am Wirtschaftsgymnasium, sondern auch an den sogenannten „Padlets“, die die Bodensee-Schule für die beruflichen Gymnasien und die Werkrealschule als Informationsangebot zur Verfügung stellt. Das sind digitale Pinnwände mit den wichtigsten Informationen zu beiden Schularten.

„Zu den ‚Padlets‘ bekommen wir ganz tolle Rückmeldungen. Sie sind sinnvoll, weil viele Familien keinen Desktop-PC mehr haben, sondern nur noch ein Smartphone, und dafür gut geeignet sind“, erläutert Christoph Landsbeck, Leiter der Werkrealschule. Neben den „Padlets“ bietet die Bodensee-Schule auch digitale Informationsabende an.

Wann die Infoabende sind und wo Sie weitere Informationen zur Bodenseeschule St. Martin bekommen

Graf-Zeppelin-Gymnasium beantwortet Fragen online

Auch das Graf-Zeppelin-Gymnasium bietet einen digitalen Infoabend für Eltern an. Außerdem werden auf der Internetseite mit dem Format „Eltern fragen – das GZG antwortet“ Fragen aufgelistet, die in den vergangenen Jahren von Eltern oft gestellt wurden. Zum Beispiel „Wie gelingt das Ankommen an der neuen Schule?“

Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen.
Graf-Zeppelin-Gymnasium Friedrichshafen. | Bild: Cuko, Katy

Für interessierte Schüler gibt es das Angebot, an einer digitalen Schulhausrallye teilzunehmen. Dafür haben Schüler Videos gedreht, die auf der Internetseite angeschaut werden können. Die Fragen dazu gibt es in Form einer PDF. Bei der Anmeldung bekommt jeder, der den Fragebogen ausgefüllt hat, eine Überraschung.

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Realschule Ailingen setzt auf Internetauftritt

Im Gegensatz zur Bodensee-Schule und dem Graf-Zeppelin-Gymnasium plant die Realschule Ailingen keine Onlineveranstaltung. „Wir haben unsere Broschüre den Umständen angepasst und werden die Homepage ebenfalls mit einer Informationsseite oder einem Informationsbeitrag bestücken. Dort werden die wichtigsten Fragen beantwortet und kleine Beiträge für die Eltern und Schüler eingestellt, sodass diese sich ein Bild von der Schule machen können“, schreibt Schulleiterin Svenia Bormuth auf Anfrage. Herausfordernd sei, möglichst allen Beteiligten so viele Informationen und so viel „Erleben von Schule“ wie möglich zukommen zu lassen.

Die Ailinger Realschule.
Die Ailinger Realschule. | Bild: Andreas Voigt

Karl-Maybach-Gymnasium erstellt neue Internetseite

Da auch das Karl-Maybach-Gymnasium (KMG) keinen Informationsabend und eine Schulhausrallye wie in den vorherigen Jahren anbieten kann, wird es Online-Angebote geben. Christoph Felder, Schulleiter des KMG, sagt: „Wir setzen gerade einige Ideen um, manches ist schon fertiggestellt, anderes in Arbeit. Unsere neue Homepage steht kurz vor der Vollendung.“

Christoph Felder, Schulleiter des KMG, sagt: „Da die interessierten Schüler keine Möglichkeit haben, unsere Schule und das, was uns atmosphärisch und schulisch ausmacht, hautnah zu erleben, werden sich anstelle der Schulhausrallye unsere Schüler vor und hinter der Kamera zeigen.“
Christoph Felder, Schulleiter des KMG, sagt: „Da die interessierten Schüler keine Möglichkeit haben, unsere Schule und das, was uns atmosphärisch und schulisch ausmacht, hautnah zu erleben, werden sich anstelle der Schulhausrallye unsere Schüler vor und hinter der Kamera zeigen.“ | Bild: Rotary-Club Friedrichshafen-Lindau

Eine sechste Klasse hat beispielsweise ein Video zum Mitraten erstellt.

Video: Karl Maybach Gymnasium

Statt des Infoabends sei außerdem eine Präsentation geplant, die die Eltern online anschauen können und bei Bedarf werde es coronakonforme Schulhausführungen geben. Neben dem digitalen Informationsangebot auf der Internetseite möchte Felder auf individuelle Gespräche setzen.

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