Unter anderem in Langenargen wurde anlässlich der Aktion Rhine-Clean-Up am Samstag Müll aufgesammelt. Organisatorin Susanne Visser bedauert allerdings, dass sich nur neun Mitstreiter für die Aktion eingefunden haben. Dennoch hätten sie etwa 70 Kilogramm Müll aufsammeln können – „und immerhin 1500 Zigarettenkippen!“ Grundsätzlich sei dabei „der gleichen Müll wie immer“ gefunden worden. Nur habe der hohe Pegelstand des Bodensees das Sammeln sehr erschwert. Einige Strandstücke seien nur über Schleichwege zu erreichen – diese müsse man kennen und sie seien zudem nur mit sehr starkem Insektenschutz zu betreten.

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Am bayerischen Bodenseeufer hatte Isolde Miller eigentlich gleich mehrere Gruppen zum großen Müllsammeln koordiniert. Hier machte der Wasserstand dem Ganzen aber komplett einen Strich durch die Rechnung: Wegen Hochwasser wurde die Aktion abgesagt. Doch weil das Thema wichtig bleibt, gibt es einen neuen Termin: Auch am Freitag, 15. Oktober werden unterschiedliche Untergruppen teilnehmen – etwa der Wasserburger Seglerclub, der Lindauer Kanuclub und der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu – und Abschnitte entlang des bayerischen Bodenseeufers übernehmen. Die Aktion wird von den Anrainergemeinden Lindau, Wasserburg und Nonnenhorn unterstützt.

Zehn Kilo an Zigarettenstummeln am Häfler Bodenseeufer

Désirée Köhler, die in Friedrichshafen die dreistündige Sammelaktion für die Grünen koordiniert hat, berichtet von 137 Engagierten, die in neun Gebieten unterwegs waren. Auch hier wurden Zigarettenstummel aufgesammelt: insgesamt zehn Kilogramm der giftigen Überbleibsel. Hinzu kamen 295 Kilogramm Restmüll, zehn Kilogramm an Abfall, der in den gelber Sack gehört, 27 Kilo Mehrweg- und 70 Kilo Einwegglas, 20 Kilo Papier und etwa 185 Kilo Sperrmüll – insgesamt rund 617 Kilo Abfall.

Allein im Bereich des Landratsamts wurde diese Menge an Zigarettenstummeln gesammelt.
Allein im Bereich des Landratsamts wurde diese Menge an Zigarettenstummeln gesammelt. | Bild: Grüne Friedrichshafen

Eine zweite in Friedrichshafen geplante Clean-Up-Aktion konnte nicht stattfinden. Organisator Sander Frank erklärt: „Wir haben es leider nicht geschafft, eine Gruppe auf die Beine zu stellen.“ Es seien zwar Genossen der Linken am Aktionstag dabei, aber in andere Gruppen eingebunden gewesen. Durch persönliche unerwartete Entwicklungen sowie beruflichen Mehrbelastungen habe es daher nicht gereicht, kurzfristig genug Ressourcen für eine eigene Gruppe zu mobilisieren.