Gefährliche Körperverletzung wurde zwei Männern und einer Frau vorgeworfen, die im August des vergangenen Jahres am Stadtbahnhof Friedrichshafen in eine Auseinandersetzung verwickelt waren. Am Ende wurde das Verfahren gegen zwei Mitglieder der Gruppe eingestellt.

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Gruppe war nach Geburtstagsfeier angetrunken

Nach einer Geburtstagsfeier in einem Häfler Restaurant sei man zur Sperrstunde angetrunken auf die Straße gegangen, hieß es zum Verlauf des Tatabends vor Gericht. Dort habe ein weiterer Gast die Frau belästigt.

Opfer bekommt Schlag ins Gesicht

Er sei dem Trio zum Bahnhof gefolgt, wo es zum Streit gekommen sei. Einer der Männer habe den Geschädigten festgehalten, der andere habe ihm dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wie aus der Anklage hervorging. Bei diesem Schlag sei eine vorhandene, bereits verkrustete Verletzung über dem Auge des Geschädigten wieder aufgeplatzt. Die Frau soll ihre Begleiter angefeuert und den Geschädigten geschubst haben.

Erinnerungslücken durch Alkohol

Sie war, in einem ähnlich gelagerten Verfahren, bereits in Ravensburg zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. „Er hat mich dauernd angefasst und ich habe gesagt er soll aufhören“, erklärte die Frau vor Gericht, aber an mehr könne sie sich nicht erinnern, da Alkohol konsumiert worden sei.

Einer der Angeklagten erscheint nicht zum Gerichtstermin

Auch ihr 33-jähriger Begleiter konnte sich alkoholbedingt an keine Einzelheiten erinnern, insbesondere nicht, dass er zugeschlagen haben soll. Der zweite Angeklagte erschien gar nicht erst vor Gericht. Richter Max Märkle schickte eine Streife, die den Mann jedoch nicht zu Hause antreffen konnte.

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Wer von den beiden Männern zugeschlagen hat, ließ sich in der Verhandlung auch durch verschiedene Zeugenaussagen nicht eindeutig belegen. Am Ende wurde das Verfahren gegen den anwesenden Angeklagten, auf Antrag von Rechtsanwalt Gerd Pokrop und mit dem Einverständnis der Staatsanwaltschaft, wegen geringer Schuld eingestellt. Ihm wurde jedoch eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro auferlegt, die er binnen fünf Monaten an die Organisation Ärzte ohne Grenzen zahlen muss. Tut er dies nicht, wird das Verfahren neu aufgerollt.

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Haftbefehl gegen drittes Gruppenmitglied

Das Verfahren gegen die 26-jährige Frau wurde wegen Geringfügigkeit ohne Sanktionen eingestellt. Gegen den dritten Angeklagten, der untergetaucht war und nicht vorgeführt werden konnte, ergeht jetzt ein Haftbefehl.