In diesem Jahr ist vieles anders, doch eines ist sicher: Die Sternsinger werden rund um den Jahreswechsel die frohe Botschaft bringen. „Auch wenn es dieses Mal auf anderen Wegen ist“, sagt Dekan Bernd Herbinger, leitender Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Friedrichshafen-Mitte.

Man will Menschenansammlungen vermeiden

Relativ früh sei klar gewesen, dass Hausbesuche in Corona-Zeiten mit mehr als 300 Kindern in allen Häfler Kirchengemeinden nicht möglich sein werden. Auch der Plan, auf Plätzen zu singen, sei relativ schnell wieder verworfen worden. „Da lassen sich Menschenansammlungen nicht vermeiden“, sagt Dekan Herbinger.

Die Heiligen Drei Könige im vergangenen Jahr: Die Sternsinger aus den Friedrichshafener Kirchengemeinden St. Petrus Canisius und St. Nikolaus sowie der evangelischen Schlosskirchengemeinde.
Die Heiligen Drei Könige im vergangenen Jahr: Die Sternsinger aus den Friedrichshafener Kirchengemeinden St. Petrus Canisius und St. Nikolaus sowie der evangelischen Schlosskirchengemeinde. | Bild: Judith Messerschmid-Späth

Das größte Hilfsprojekt von Kindern für Kinder

Trotzdem gehe es natürlich auch in diesem Jahr darum, über die Sternsinger-Aktion, dem weltweit größten Hilfsprojekt von Kindern für Kinder, Spenden zu sammeln. Allein von den Kirchengemeinden St. Nikolaus und St. Petrus-Canisius in Friedrichshafen waren in den vergangenen Jahren jeweils rund 15 000 Euro zusammengekommen.

Segen und Spendenaktion der Sternsinger

Spendentüten „To go“ in den Kirchen

Statt dem Besuch der Sternsinger an der Tür stellen diese beiden Gemeinden eine Spendentüte zusammen. Darin finden sich unter anderem Informationen über das diesjährige Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ und ein gesegneter Streifen mit „20 * C + M + B + 21“ zum Aufkleben. Verteilt werden die Spendentüten mit den Kirchenanzeigern, außerdem liegen sie zum Mitnehmen in den Kirchen aus. Persönlich erleben kann man die Sternsinger in den Gottesdiensten am Sonntag, 3. Januar und am Mittwoch, 6. Januar. „In diesem Jahr haben wir quasi nur kleine Teelichter anstatt des großen Lichts“, zieht Dekan Herbinger einen bildlichen Vergleich.

Streifen mit dem Segen liegen in der Kirche bereit

Jutta Odenthal-Kahabka vom Organisationsteam der Sternsinger in Immenstaad betont, wie wichtig die Spenden gerade in diesem Jahr sind. „Die Streifen mit dem Segen liegen bei uns in der katholischen und in der evangelischen Kirche aus. Daneben steht ein Spendenkässchen“, kündigt sie an. Eine Immenstaader Besonderheit sei, dass seit Jahren auch evangelische Kinder als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen. „Darauf sind wir stolz.“

Dieses Bild wird es im Corona-Jahr nicht geben: Die Immenstaader Sternsinger in der Kirche St. Jodokus entstand vor der Pandemie.
Dieses Bild wird es im Corona-Jahr nicht geben: Die Immenstaader Sternsinger in der Kirche St. Jodokus entstand vor der Pandemie. | Bild: Kirchengemeinde St. Jodokus Immenstaad

Kein persönlicher Kontakt zu den Heiligen Drei Königen

Für die Andacht zur Sternsingeraktion am 3. Januar war eigentlich ein Auftritt der Heiligen Drei Könige geplant. „Vermutlich werden sie nun aber noch nicht mitwirken, um den Kreis der Akteure möglichst klein zu halten“, bedauert Jutta Odenthal-Kahabka. Zu sehen sein werde der aktuelle Sternsingerfilm, der verdeutliche, warum beispielsweise in der Ukraine so viele Kinder ohne Eltern aufwachsen. „Außerdem zeigen wir Fotos von den Immenstaader Sternsingeraktionen in den vergangenen Jahren.“

Hausbesuche wird es im Corona-Jahr nicht geben: Auf diesem Archivbild freut sich Hans-Georg Keller aus Immenstaad über den Besuch der Sternsinger und übergibt eine Spende für Kinder in Not.
Hausbesuche wird es im Corona-Jahr nicht geben: Auf diesem Archivbild freut sich Hans-Georg Keller aus Immenstaad über den Besuch der Sternsinger und übergibt eine Spende für Kinder in Not. | Bild: Mona Lippisch

Informationen im Internet unter www.sternsinger.de