„Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“: So lautet das Leitwort der Sternsingeraktion 2022. Normalerweise machen sich Mädchen und Jungen rund um den Dreikönigstag am 6. Januar in königlichen Gewändern auf den Weg von Tür zu Tür: Sie wollen Gottes Segen zu den Menschen bringen und Geld für Kinder in Not sammeln. Coronabedingt haben es die Sternsinger erneut schwer. Aber sie geben nicht auf, haben unter anderem Info-Flyer entworfen und kleine Segenspakete geschnürt.

Spendentüten mit Segen zum Aufkleben

„Auch wenn die Sternsinger in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nicht von Haus zu Haus gehen können, versuchen wir, die Tradition so gut es geht und wenigstens symbolisch aufrecht zu erhalten“, sagt Dekan Bernd Herbinger, leitender Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Friedrichshafen-Mitte.

Wie schon im vergangenen Jahr stellen die Kirchengemeinden wieder eine Spendentüte zusammen. Darin finden sich unter anderem Informationen über das diesjährige Motto der Sternsingeraktion und ein gesegneter Streifen mit der Aufschrift „20*C+M+B+22“ zum Aufkleben. Verteilt werden die Spendentüten mit den Kirchenanzeigern, außerdem liegen sie zum Mitnehmen in den Kirchen aus.

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Die Sternsinger von St. Columban in Friedrichshafen haben außerdem ein Video gedreht, das man sich unter www.columban.de gezeigt werden soll. Auf diesem Weg möchten sie den Segen unter die Leute bringen.

Gruppenbild von den Sternsingern der Friedrichshafener Kirchengemeinde St. Petrus Canisius und St. Nikolaus sowie der evangelischen ...
Gruppenbild von den Sternsingern der Friedrichshafener Kirchengemeinde St. Petrus Canisius und St. Nikolaus sowie der evangelischen Schlosskirchengemeinde aus dem Jahr 2020. (Archivbild) | Bild: Judith Messerschmid-Späth

2020 wurde fast so viel gespendet wie vor der Corona-Pandemie

Seit mehr als 60 Jahren sei die Sternsingeraktion die weltweit größte Benefizaktion von Kindern für Kinder. „Das Pflänzchen wird seit dieser Zeit von den Kindern gegossen und ist schon deutlich mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein“, betont Dekan Herbinger.

Für ihn sei es fast ein Wunder, dass im vergangenen Jahr fast so viel gespendet wurde, wie zuvor. So seien allein in den Häfler Kirchengemeinden St. Nikolaus und St.-Petrus-Canisius 16.000 Euro zusammengekommen. „Wichtig ist, dass von dem Geld wirklich jeder Cent ankommt.“ Jetzt hoffe er, dass es wieder Menschen gibt, die von der Sternsinger-Idee begeistert sind und sie unterstützen möchten.

Segen und Spendenaktion der Sternsinger

Gesundheit von Kindern in Afrika im Fokus

In der Immenstaader Kirche St. Jodokus ist bis in den Januar hinein eine Videoinstallation mit einem Sternsinger-Film zu sehen. Auch hier liegen Segensaufkleber aus und ein Spendenkästchen ist aufgestellt. In der Sternsinger-Andacht am Sonntag, 2. Januar um 16 Uhr stellen die Sternsinger das diesjährige Motto „Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ vor.

Dabei werden sie auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam machen. Täglich sterben hier Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie stellen zusätzlich eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar.