Direkt unterhalb des Stadthotels Kleiner Berg in der Moltkestraße wurde vor wenigen Wochen „Vilmas – die Bar“ eröffnet: nicht nur für Hotelgäste, sondern für alle, das ist Betreiberin Vilma Camashi wichtig. Die albanischstämmige Häflerin möchte mit ihrer Bar einen Ort zum Ausgehen schaffen, wie sie ihn in ihrem Heimatort immer wieder selbst vermisst habe. Was die Entwicklung des Nachtlebens in der Stadt angeht, zeigt sie sich dabei vorsichtig optimistisch, weist auf die während der Corona-Zeit eröffnete Minibar ein paar Straßen weiter hin.

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Camashi hat sich mit der Bar, auf deren mögliche Anmietung sie ein Bekannter hingewiesen habe, ihren Traum erfüllt: etwas Eigenes zu machen in der Gastronomie. „Gastronomie besteht ja nicht nur daraus, Cocktails zu mixen oder Getränke zu richten“, erklärt die erfahrene Gastronomin, die nun erstmals ihre eigene Chefin ist. „Es geht auch darum, dass sich die Leute wohlfühlen.“ Genau das möchte sie hier nun erreichen.

Die Menschen wollen wieder ausgehen

Nebenbei hofft sie, damit auch andere Frauen inspirieren zu können: „Wir können alles erreichen, auch in einer Männerdomäne.“ Ganz offen gibt sie zu, dass sie den Schritt in die Selbstständigkeit vor wenigen Jahren selbst ebenfalls noch nicht gewagt hätte, auch wenn der Traum schon älter sei. „Letztlich war das mein Glück“, sagt sie mit Bezug auf die Corona-Lockdowns, die ihr als selbstständige Gastronomin erspart geblieben seien. Jetzt merke man richtig, dass die Menschen ausgehen wollen. Auch in ihrer Bar sitzen während des Gesprächs kurz nach 17 Uhr bereits die ersten Gäste.

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Damit diese sich wohlfühlen, hat Camishi zwar keine Angebote wie eine Happy Hour im Programm, weil das bei der Bargröße nicht gut umsetzbar sei, aber sie denkt sich immer wieder kleine Extras aus. Mal gebe es Nüsse zu knabbern, mal Oliven, mal Nachos und auch mal Schinkenröllchen. Außerdem lässt sie sich hinter der Bar eigene Kreationen einfallen, experimentiert, um das passende Getränk zu finden. Ganz neu im Angebot sei ihre Schöpfung „Lemonminze“, mit seiner grünen Farbe der ideale Hausaperitif zur Bar mit der in derselben Farbe gehaltenen Gestaltung.

Seit wenigen Tagen erst ist „Lemonminze“ in der Bar von Vilma Camashi zu haben.
Seit wenigen Tagen erst ist „Lemonminze“ in der Bar von Vilma Camashi zu haben. | Bild: Lena Reiner

Auch sonst legt sie Wert auf Details und dabei geht‘s nicht nur um die schönen Dinge wie die Dekoration des Raums: An der Decke hängt eine neue Lüftungsanlage. Die soll, so sagt Camishi, auch Viren aus der Luft filtern können. Obendrein sorge sie dafür, dass in der kleinen Bar die Luft frisch bleibt, auch wenn hier das Rauchen erlaubt ist. Während der warmen Tage steht zu diesem Zweck allerdings vor allem auch die Tür offen.

Öffnungszeiten: „Vilmas – die Bar“ in der Moltkestraße 20 ist montags bis samstags jeweils von 17 bis 24 Uhr geöffnet, Sonntag ist Ruhetag.