Nach rund eineinhalb Monaten hat die coronabedingte Pause in den Museen in Friedrichshafen ein Ende. Heute öffnet das Dornier-Museum seine Pforten wieder, ab Samstag steht das Zeppelin Museum Besuchern wieder offen und ab Sonntag auch das Schulmuseum. Was für den Einkauf, den Friseurbesuch oder die Fahrt mit Bus oder Bahn gilt, gilt aber auch für Museumsbesuche: Zumindest vorerst werden sie anders sein, als wir sie gewöhnt sind.

Zeppelin Museum: Smartphone begleitet beim Rundgang

Das liegt nicht unbedingt an den Ausstellungen selbst: Die Wechselausstellungen im Zeppelin Museum etwa – „Wege in die Abstraktion. Marta Hoepffner und Willi Baumeister„ und „Vernetzung der Welt. Pionierfahrten und Luftverkehr über den Atlantik„ – wurden verlängert. Ursprünglich hätten beide während der Corona-Pause geendet, nun sind sie noch bis 1. November zu sehen. Dass in einem Pressetext des Museums zur Wiederöffnung neben einer „großen Freude“ auch von einer „großen Herausforderung“ die Rede ist, dürfte vielmehr daran liegen, dass es auch in den Ausstellungshäusern bestimmte Regeln zu beachten gibt.

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So ist die Anzahl an Besucher in den Museen begrenzt, Stichwort: Mindestabstand. Das Zeppelin Museum verkauft daher nach eigenen Angaben ab dem morgigen Donnerstag online Zeittickets. Karten können aber auch direkt an der Kasse gekauft werden. Desinfektionsmittel ist nach Museumsangaben ausreichend vorhanden und Spritzschutz wurde angebracht. „Da keine Audioguides ausgegeben werden dürfen und das Museum keine Führungen anbieten darf, ermöglichen QR-Codes in den Ausstellungen einen Rundgang mit dem eigenen Smartphone“, teilt das Museum außerdem mit. Für Besucher ab sieben Jahren ist außerdem eine Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht. Das während der Schließung stark erweiterte Onlineprogramm bleibe weiter auf der Internetseite des Museums zu finden.

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Dornier-Museum: Leitsystem führt Besucher durchs Haus

Diese können auch im Dornier-Museum laut Mitteilung notfalls an der Museumkasse erworben werden. „Wir freuen uns sehr, dass sich die Landesregierung als weitere Maßnahme zur Lockerung der Corona-Verordnung dazu entschlossen hat, die Museen zu öffnen und damit den Menschen nach und nach auch wieder Kultur- und Freizeitangebote zugänglich zu machen“, erklärt Museumsdirektor David Dornier. In den vergangenen Wochen und Tagen sei ein umfassendes Hygienekonzept ausgearbeitet und umgesetzt worden, sodass ein sicherer Museumsbetrieb für Mitarbeiter und Gäste möglich sei. Auch das Konzept im Dornier-Museum beinhaltet längst nicht nur Mund-Nasen-Bedeckungen.

Im gesamten Ausstellungsbereich wurden nach Museumsangaben Stationen zur Handdesinfektion eingerichtet. Durch ein Besucherleitsystem an der Kasse und im Ausstellungsbereich werde ein Mindestabstand von 1,50 Metern gewährleistet. Maximal 200 Personen dürfen sich zeitgleich im Dornier-Museum aufhalten. Handläufe sowie Bedienelemente in der Ausstellung, mit denen Besucher in Berührung kommen, werden alle 30 Minuten gereinigt und desinfiziert, heißt es weiter. Kassenbereiche seien mit den bekannten Schutzvorrichtungen versehen.

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„Um die Infektionsgefahr für unsere Mitarbeiter und Gäste noch weiter zu senken, können wir zur Wiederöffnung des Museums leider noch nicht alle Angebote für Besucher wie gewohnt anbieten“, sagt Museumssprecher Philipp Lindner. Führungen und Vortragsveranstaltungen seien derzeit noch nicht möglich. Dafür soll noch im Mai eine neue Raumfahrt-Dauerausstellung eröffnet werden.

Schulmuseum: Parallel wird an virtuellen Angeboten gearbeitet

„Ein Besuch im Schulmuseum kann Ablenkung und zugleich Mutmacher in diesen Zeiten sein“, hofft Bürgermeister Andreas Köster, der mit dem Team des Schulmuseums laut Mitteilung einen detaillierten Plan zur Wiedereröffnung am kommenden Sonntag ausgearbeitet hat. „Natürlich gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen und Hygienevorschriften. Die Gesundheit der Besucher sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat absoluten Vorrang.“

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Im Schulmuseum dürfen sich den Angaben zufolge höchstens 20 Besucher zeitgleich aufhalten und auch hier gelten Maskenpflicht und die Einhaltung des Sicherheitsabstands. Die historischen Klassenzimmer, so heißt es weiter, dürfen nur betrachtet und nicht betreten werden. Führungen werde es zunächst keine geben, das Team des Museums arbeite aber an Alternativen: Kommende Woche soll es etwa eine erste virtuelle Live-Führung geben.

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