Nach zahlreichen Flügen unter anderem über dem Bodensee, London und Kopenhagen befinden sich die beiden Zeppeline in Friedrichshafen im Winterschlaf. Dort würden die Luftschiffe nun komplett unter die Lupe genommen, sagte ein Sprecher der Deutschen Zeppelin-Reederei GmbH in Friedrichshafen. Der Motor werde auseinandergenommen, Hülle und Tragstruktur auf Schäden untersucht. Dazu wird auch das Helium aus dem Luftschiff entlassen, Luftfahrttechniker arbeiten darin nun teils mit Seilen gesichert.

Fluggerätemechaniker Linus Dicomy kontrolliert in der Hülle des Zeppelin NT die Konstruktion und die Verbindungen der Traversen.
Fluggerätemechaniker Linus Dicomy kontrolliert in der Hülle des Zeppelin NT die Konstruktion und die Verbindungen der Traversen. | Bild: Felix Kästle/dpa

„Zum Beispiel durch Vogelschlag kann es bei Flügen vorkommen, dass es kleine Löcher in der Hülle gibt“, sagte der Unternehmenssprecher. Dramatisch sei das für das Flugverhalten der Luftschiffe nicht. „Aber man muss sie trotzdem stopfen, damit kein Helium entweicht.“ Überprüft werde die Hülle auf Löcher mit einem hellen Scheinwerfer von außen. Die Wartung der Zeppeline dauert nach Angaben des Unternehmens im Schnitt rund sechs Wochen. „Das kommt aber immer darauf an, was man entdeckt“, sagte eine Sprecherin der Reederei.

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Weltweit gibt es nach Angaben des Unternehmens nur fünf Zeppeline Neuer Technologie (NT), drei davon sind in den USA als Werbeträger unterwegs. Der Name Zeppelin ist markenrechtlich geschützt für die Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen. Am Bodensee fliegen moderne Zeppeline seit 2001 wieder Passagiere. Der Erstflug fand aber schon im Jahr 1997 statt.

Die Traversen aus Aluminium und die dreiecksförmigen Carbonfaserspanten im Inneren geben dem Zeppelin seine Stabilität.
Die Traversen aus Aluminium und die dreiecksförmigen Carbonfaserspanten im Inneren geben dem Zeppelin seine Stabilität. | Bild: Felix Kästle/dpa

25 Jahre nach dem Jungfernflug will die Deutsche Zeppelin-Reederei das Jubiläum eigentlich groß feiern. Ob das klappt, ist bisher aber genauso unklar wie das Datum des Saisonstarts. „In normalen Jahren starten wir Mitte März“, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Aber das hängt von der Corona-Lage ab.“ Im Jahr 2021 hoben die Zeppeline statt im März erst wieder Ende Mai mit Passagieren ab. Die Wartung der Luftschiffe soll trotzdem möglichst schon im März abgeschlossen sein. (dpa)