20 Mädchen zwischen fünf und 21 Jahren, 149 Kilometer und 873 Euro, das ist die Bilanz eines Spendenlaufs der PSG unter dem Motto „Bälle für Kenia„. Die Idee dazu hatte Trainerin Emily Dressler, die bei der PSG in Friedrichshafen die Fußballerinnen der D-Jugend anleitet. „Seit November dürfen wir ja nicht mehr trainieren. Ich dachte, ich kombiniere das: die Mädchen bleiben fit und wir können Spenden sammeln“, erklärt sie.

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Seit Mitte November suchten sich die beteiligten Fußballerinnen Sponsoren und liefen dann allein oder zu zweit. Dressler ist von dem Engagement begeistert: „Auch ganz kleine haben mitgemacht. Die sind manchmal nur einen Kilometer gelaufen, hatten Eltern und Großeltern als Sponsoren und sind dann mit 50 Euro angekommen“, erzählt sie. Auch zwei Firmen konnte sie gewinnen.

Fußballtrainerin Emily Dressler hatte die Idee zum Spendenlauf.
Fußballtrainerin Emily Dressler hatte die Idee zum Spendenlauf. | Bild: Corinna Raupach

Das Geld kommt dem Verein Kataloni FC im kenianischen Machakos zugute. Seit über vier Jahren besteht der Kontakt der PSG zu dem Verein. „Meine ältere Schwester hat dort ein Praktikum in einer Sozialstation gemacht. Sie lernte den Trainer vom Fußballverein Kataloni FC kennen und hat mit ihm Aktionen für Waisenkinder umgesetzt. Ich hatte eigentlich geplant, nach dem Abitur dorthin zu gehen, aber daraus wurde wegen Corona nichts“, erzählt Emily Dressler.

Für Selbstbewusstsein und Teamgeist

Der Kataloni FC hat 173 aktive Mitglieder, davon sind 121 Kinder und Jugendliche. Sowohl Jungen als auch Mädchen trainieren dort regelmäßig. Ihnen bietet der Sport eine Beschäftigung und eine Alternative zu Drogenkonsum und Kriminalität. Auch vermittelt er ihnen Selbstbewusstsein und Teamgeist. „Der Trainer geht auch mit ihnen in die umliegenden Schulen. Dort erfahren die Schüler etwas über Hygiene und dann kicken sie zusammen. Bei den Fußballtagen gibt es außerdem für jedes Kind eine warme Mahlzeit“, sagt Dressler. Auch mit einem Waisenhaus vor Ort, in dem etwa 100 Kinder leben, arbeitet der Verein eng zusammen.

Seit über vier Jahren besteht der Kontakt zu dem Fußballverein Kataloni FC in Kenia.
Seit über vier Jahren besteht der Kontakt zu dem Fußballverein Kataloni FC in Kenia. | Bild: PSG Friedrichshafen

Das Geld ist bereits in Kenia angekommen – noch vor Weihnachten. „Der Trainer hat sich schon gemeldet und sich sehr gefreut. Er kauft mit dem Geld Bälle, Hütchen, Torwarthandschuhe, einen Satz Trikots für die U11 und weiteres Trainingsmaterial“, sagt Dressler. Auch für Fahrtkosten wird das Geld verwendet, sodass der Kataloni FC zu Turnieren fahren kann.