Der Friedrichshafener Kindergartenbedarfsplan 2021/2022 stand auf der Tagesordnung des Ortschaftsrats in Kluftern. Einstimmig gaben die Räte grünes Licht für zehn Beschlusspunkte.

„Es ist sehr positiv, dass unser Neubaugebiet Lachenäcker in der Planung enthalten ist“, sagte Ortsvorsteher Michael Nachbaur. Gebaut werden soll ein neuer Kindergarten mit einer Gruppe für unter dreijährige Kinder und zwei Gruppen für Kinder ab drei Jahren. Eröffnet werden soll er 2023. Stefan Dunkenberger vom städtischen Amt für Bildung, Familie und Sport bescheinigte Kluftern, in Sachen Kindergarten sehr gut aufgestellt zu sein. So gehören neben U 3- und Ganztagesgruppen auch ein Waldkindergarten zum Angebot.

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„Wir haben eine gute Versorgungsquote“, befand Stefan Dunkenberger. Die Kindertagespflege nicht mitgerechnet liege sie bei Ein- bis Dreijährigen bei 55 Prozent und bei über Dreijährigen bei 113 Prozent. Zum Vergleich: Im gesamten Stadtgebiet liegen die Zahlen im Schnitt bei 49 beziehungsweise 100 Prozent. Bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens werde es in der Klufterner Einrichtung eine temporäre Außengruppe geben. Zum 31. März besuchten 145 Ü 3-Kinder die Kindergärten in Efrizweiler und Kluftern sowie den Waldkindergarten. Hinzu kommen 36 U 3-Kinder.

Alle neuen Stellen, auch im Zuge von Elternzeit, unbefristet ausgeschrieben

Besonders wichtig sind Michael Nachbaur die so genannten Freiwilligkeitsleistungen. Zu ihnen gehören unter anderem geringere Anrechnungen auf den Fachkräfteschlüssel für Erzieherinnen in Ausbildung und Anerkennungspraktikantinnen, Vergütung von Praktika sowie zusätzliche Hauswirtschaftskräfte und Fachkräfte als Krankheitsvertretung. „Das ist ganz wichtig, um mehr Zeit für die pädagogische Arbeit zu haben und um Erzieherinnen zu gewinnen“, unterstrich Nachbaur. Dazu trage auch bei, dass alle neuen Stellen, auch im Zuge von Elternzeit, unbefristet ausgeschrieben werden.

Der Blick auf die Kosten zeigt, dass im Kindergartenjahr 2021/2022 in Friedrichshafen rund 35 Millionen Euro anfallen, eine Steigerung von 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.