Die Forderung im Rahmen eines bundesweiten Aktionswochenendes lautet, nicht länger in den Autobahnbau zu investieren, sondern in den öffentlichen Personennahverkehr und nachhaltige Mobilität. Die Gruppe Fridays for Future Bodensee ging am Freitagnachmittag mit regional ausgearbeiteten Themen auf beziehungsweise an die Straße.

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Dort, an der rege befahrenen Bundesstraße 31, zwischen Zughalt und Landratsamt, standen sie zwar nur zu dritt, zeitweise auch zu viert, die Kulisse schien aber wie gemacht für die Aktion. Während der motorisierte Verkehr auf der Straße rollte, war kein Zug auf den Gleisen zu sehen. Und der kleine Protest zeigte schnell seine Wirkung. Mit ihrem Banner, mit dem sie sich gegen den Ausbau der B 31, für den Erhalt des Weingartenwaldes, die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn und einen stark vergünstigten ÖPNV aussprachen, fiel die kleine Gruppe deutlich ins Auge.

„Motor aus, Fahrradfahr‘n, nehmt doch lieber Bus und Bahn“

Versammlungsleiterin Elgin Raupach und Julius Thinnes riefen wechselweise in zwei Megaphone. Während Lastwagen an ihnen vorbeidröhnten oder sich kleine Staus an den Ampeln bildeten, sobald diese auf Rot schalteten, riefen sie gegen den Verkehrslärm an.

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„Fahrradfahren ist nicht nur Hobby: Nieder mit der Autolobby“, lautete eine ihrer Botschaften, „Motor aus, Fahrradfahr‘n, nehmt doch lieber Bus und Bahn“ ein weiterer Appell an die Vorbeifahrenden. Immer wieder nahmen sie gezielt vorbeifahrende SUVs in den Fokus: „Es gibt kein Recht, SUV zu fahren!“

Nicht nur die gezielte Ansprache rief schnell erste Reaktionen hervor. Ein Fahrer eines der besagten Fahrzeuge rief durch das heruntergekurbelte Fenster: „Geht doch nach Hause!“ Ein anderer Autofahrer kommentierte ebenso lautstark: „Könnt ihr nicht etwas Anständiges machen?“ Andere Fahrer quittierten die auffällige Banneraktion am Straßenrand mit lautstarkem Hupen oder ließen direkt neben der kleinen Demonstration ihren Motor aufheulen.