Bernd Caeser gab einen Experteninput zum Flughafen und, so seine Wortwahl, „fantasierte ein bisschen“ zu Alternativnutzungen des Geländes: 6000 bis 8000 Menschen könnten hier ihm zufolge eine Wohnung finden oder Tausende einen Arbeitsplatz bei der Umwidmung in ein Gewerbegebiet. Dazu könnte Freiraum für Kaltluftschneisen und Natur geschaffen werden.

Viele offene Fragen

Doch das sei alles Fantasie, wie er sagte, denn bisher sei keine dieser Ideen von irgendeiner Stelle konkret ausgearbeitet worden. 59 Millionen Euro brutto Wertschöpfung betrage derzeit der Nutzen des Geländes. Der Betrag könne mit einer anderen Nutzungsart auch höher ausfallen, doch da seien eben noch viele offene Fragen zu klären.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Anwesenden diskutierten darüber, ob ein Flughafen, der seit seiner Eröffnung im Jahr 1915 nur einmalig (im Jahr 2006) schwarze Zahlen geschrieben habe, unterstützenswert sei. Auch die ganz grundsätzliche Frage nach der Förderung von Flugverkehr in Zeiten einer „Fridays for Future„-Bewegung wurde aufgeworfen.

Alternativen müssten gründlich geprüft werden

Dabei waren die anwesenden SPD-Mitglieder mehrheitlich auf der Seite ihrer Kreistagsfraktion: Solange keine Alternative gründlich geplant und geprüft sei, müsse der Flughafen erhalten bleiben; auch für das Image als Wirtschaftsregion.

Das könnte Sie auch interessieren

Eine deutlich abweichende Meinung vertrat aus dem Kreis der Funktionsträger einzig Ortsvereinsvorsitzender Matthias Eckmann, der bei „Fridays for Future„ aktiv ist. Er fasste abschließend zusammen: „Wenn einmal CO2-neutrales Fliegen möglich ist, dann bin ich der Erste, der seine Meinung ändert.“

Situation soll immer wieder neu beurteilt werden

Auch Stadtrat Werner Nuber betonte, dass es wichtig sei, die Situation stets offen und nach dem Status quo zu beurteilen. Ein Ja zum Flughafen jetzt bedeute nicht, dass man in ein paar Jahren nicht umdenken könne. Auch betonte er, dass es wichtig sei, zeitnah Alternativen zur Nutzung des Geländes ernsthaft zu prüfen.

Das könnte Sie auch interessieren

Einigkeit bei beinahe allen Anwesenden bestand auch darüber, dass die Wirtschaftsvertreter, die den Erhalt des Flughafens forderten, im Gegenzug auch in dessen finanzielle Förderung stärker eingebunden werden sollten.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €