27 Menschen, unter ihnen Einzelpersonen, Paare und Familien, sind am Sonntag zum ersten Gottesdienst seit dem Corona-Lockdown in die katholische Kirche St. Magnus gekommen. „Es war sehr schön und feierlich. Dieser Gottesdienst war uns ein Anliegen“, sagte im Anschluss Reinhild Stenzel, die zusammen mit ihrem Mann ihren 40. Hochzeitstag feierte.

Eingangskontrolle vor dem Portal der Kirche St. Magnus: Zum Gottesdienst darf nur herein, wer sich vorher telefonisch angemeldet hat.
Eingangskontrolle vor dem Portal der Kirche St. Magnus: Zum Gottesdienst darf nur herein, wer sich vorher telefonisch angemeldet hat. | Bild: Claudia Wörner

Am Eingang kontrollierten Frauen des Kirchengemeinderates in orangeroten Warnwesten und mit Mundschutz die Besucher, die sich am Freitag telefonisch zum Gottesdienst angemeldet haben. Bevor die Plätze zugewiesen worden sind, galt es, die Hände zu desinfizieren. Dass alle Mundschutz trugen, war selbstverständlich. Je drei große grüne Punkte markierten die Sitzplätze in jeder dritten Reihe der Kirche St. Magnus.

Heilige Kommunion hinter Plexiglas: In der Kirche St. Magnus in Fischbach werden die coronabedingten Sicherheitsbestimmungen sehr ernst ...
Heilige Kommunion hinter Plexiglas: In der Kirche St. Magnus in Fischbach werden die coronabedingten Sicherheitsbestimmungen sehr ernst genommen. | Bild: Claudia Wörner

An kirchlichen Hochfesten wie Weihnachten oder Ostern finden sonst rund 400 Menschen Platz, wegen der Corona-Auflagen maximal 40. „An einem normalen Sonntag kommen zwischen 50 und 120 Gläubige“, berichtete Pfarrer Michael Benner. In den vergangenen Wochen erreichte er sonntags rund 150 Menschen über Telefongottesdienste. Dies war auch gestern möglich. „Sie haben den Vorteil, dass sie singen dürfen“, sagte Benner.

Beim Friedensgruß nur Zunicken erlaubt

Organist Thomas Mohr und zwei jugendliche Sängerinnen gestalteten den Gottesdienst musikalisch. „Ich freue mich, dass wir wenigstens in dieser Form beieinander sein können, um Gottes Wort zu hören und die Gemeinde mitzutragen“, begrüßte der Pfarrer die Besucher. Gemeinsam gehe man einen Weg und vertraue darauf, dass Gott die Richtung zeige. Das Glaubensbekenntnis und das „Vater Unser“ durften die Gläubigen beten, beim Friedensgruß musste freundliches Zunicken genügen.

Ausgabe der Kommunion durch Plexiglasscheibe

Die Kommunionhelferinnen gaben die Hostien hinter einer Plexiglasscheibe mit einem Zängchen auf eine Serviette, die jeder mit an seinen Platz nahm. Mit Markierungen auf dem Boden war das Einhalten des gebotenen Abstands kein Problem.

Gottesdienstbesucher lobt Sicherheitskonzept

„Endlich war mal wieder Kirche“, sagte Frank Schlichte, der mit seiner Frau und den beiden Töchtern in St. Magnus war. „Jetzt hoffen wir, dass wir bald mal wieder ein Lied zusammen singen dürfen.“ Respekt hat die Familie vor dem Sicherheitskonzept der Kirchengemeinde. „Im Gegensatz zum Supermarkt bot es sehr viel Schutz“, so Schlichte.

Für Gottesdienste sind vorher telefonische Anmeldungen nötig

Für die kommenden Gottesdienste können sich Besucher freitags zwischen 8 und 12 Uhr im Pfarrbüro telefonisch unter 0 75 41/9 52 99 90 anmelden. Weiterhin besteht das Angebot der Hauskommunion.