„Es ist bedauerlich, dass unser Funken ausfallen muss. Aber es ist natürlich verständlich“, sagt Manfred Gress, stellvertretender Vorsitzender der Funkenfreunde Fischbach. Bereits im vergangenen Jahr hätten sie mit dem Funkenfeuer kurz vor dem ersten Corona-Lockdown gerade noch Glück gehabt. Auf dem Fischbacher Fildenplatz wird normalerweise mit Funkensuppe, Waffeln und Funkenringen zwei Tage lang gefeiert und am Sonntagabend lodern als Höhepunkt die Flammen.

Christbäume wurden gesammelt – und gehäckselt zurück in den Wald gebracht

Im Feuer befinden sich traditionell auch die von den Funkenfreunden gesammelten Christbäume. „Bis einen Tag vorher wussten wir nicht, ob wir vom Landratsamt die Genehmigung zum Sammeln bekommen“, so Gress. Schließlich habe es geklappt, die Christbäume wurden gehäckselt und als Hackschnitzel zurück in den Wald gebracht. „In diesem Jahr wurden eher mehr Christbäume abgegeben als sonst“, stellt Gress fest.

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Landjugend Ailingen-Schnetzenhausen zeigt Fotos im Internet

Auch der traditionelle Funken der Landjugend Ailingen-Schnetzenhausen kann in diesem Jahr nicht stattfinden. „Wir haben auch keine Alternative für Sonntag geplant“, teilt Schriftführerin Alicia Bieser mit. Lediglich auf den Social-Media-Kanälen wolle die Landjugend ein paar Bilder vom vergangenen Jahr als kleiner Rückblick hochgeladen werden. Die gesammelten Christbäume haben die Funkenbauer aus Ailingen-Schnetzenhausen zu Hackschnitzel verarbeitet und einem regionalen Obstbauer zur Verfügung gestellt.

So viele Menschen auf engstem Raum sind ein Ding der Unmöglichkeit: Alle Funkenvereine haben ihre Veranstaltung abgesagt. (Archivbild)
So viele Menschen auf engstem Raum sind ein Ding der Unmöglichkeit: Alle Funkenvereine haben ihre Veranstaltung abgesagt. (Archivbild) | Bild: Gisela Keller

„Keine Spende für soziales Projekt wie sonst“

Keine Chance auf den traditionellen Funken an der Straße in Richtung Weilermühle sieht Erika Katzenmaier, Zunftmeisterin der Narrenzunft Lottenweiler. Normalerweise sammeln die Ministranten und Ehemaligen die ausgedienten Christbäume gegen eine kleine Spende für das Funkenfeuer. „In diesem Jahr wurde das nicht gestattet“, so Katzenmaier. Dabei findet sie besonders bedauerlich, dass in diesem Jahr kein Geld an das von Ordensschwester Digna, gebürtig in Lottenweiler, initiierte soziale Projekt in Tansania gespendet werden kann. „Die Christbäume hat bei uns im Dorf nun jeder Haushalt selbst entsorgt.“