Möwenschreie, lautstarke Gartenarbeiten und Gesang: Die Geräuschkulisse an der Häfler Uferpromenade war am Dienstagnachmittag ungewöhnlich. An der Musikmuschel war das Organisationsteam der diesjährigen „One billion rising“-Aktion zusammenkommen, die alljährlich weltweit stattfindet, um auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen.

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Die Stadt Friedrichshafen nimmt 2021 zum dritten Mal teil. Pandemiebedingt wird in diesem Jahr mit Traditionen gebrochen. Deshalb stand Brigitte Rösler in diesem Jahr auch schon knapp zwei Wochen zu früh auf der Bühne und stimmte „Sprengt die Ketten“ an.

Video: Lena Reiner

Das Lied leitet normalerweise einen gemeinsamen Tanzflashmob nach einer einheitlichen Choreografie ein.

Video: Lena Reiner

In diesem Jahr soll und darf auch wieder mitgetanzt werden. Darauf machte Bürgermeister Dieter Stauber in seiner Rede aufmerksam, die er vor laufender Kamera für den kommenden Aktionstag einsprach. Er betonte aber: „Tanzen Sie mit, aber bitte alleine, nicht mit anderen zusammen!“

Bürgermeister Dieter Stauber spricht sein Grußwort in die Kamera.
Bürgermeister Dieter Stauber spricht sein Grußwort in die Kamera. | Bild: Lena Reiner

Seine Rede, die Musik, Tanz- und Poetry-Slam-Einlagen sollen das Programm für den Aktionstag am 14. Februar bilden. Am Dienstag in der Muschel wurden der musikalische Part sowie Staubers Redebeitrag aufgenommen.

Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Pfrommer-Telge war ebenfalls mit von der Partie. Sie arrangierte nicht nur die „Dummies“, deren Gesichter FSJ-ler des Jugendzentrums bemalt hatten und die „One billion rising“-Shirts trugen und so die Menschenmenge ersetzen sollten.

Video: Lena Reiner

Pfrommer-Telge ergriff ebenfalls das Mikrofon, sprach ihr Grußwort, Fakten rund ums Thema ein und übernahm die Anmoderationen der einzelnen Programmpunkte.

Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Pfrommer-Telge führt durchs Programm und spricht dafür in die Videokamera. Helen Baur vom Jugendzentrum Molke hält ihren Text als Gedächtnisstütze hoch.
Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Pfrommer-Telge führt durchs Programm und spricht dafür in die Videokamera. Helen Baur vom Jugendzentrum Molke hält ihren Text als Gedächtnisstütze hoch. | Bild: Lena Reiner

Mit Energie und einigen neugierigen Blicken von Spaziergängern ging der Videodreh vorüber. Das fertige Werk soll dann am 14. Februar um 11 Uhr unter www.friedrichshafen.de/gleichstellung zu sehen sein.

Video: Lena Reiner

Auf den Auftakt folgt ein ebenfalls coronakonformes Programm mit dem Onlinevortrag „Starke Mädchen“ (15. Februar, 15 bis 16.30 Uhr, Anmeldung: www.friedrichshafen.feripro.de) und dem Büchertisch zum Thema Gewalt an Frauen und Mädchen im Medienhaus am See (ab 16. Februar).

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Dann gibt es noch den Poetry Slam-Onlineworkshop (18. Februar, 18 bis 19.30 Uhr, Anmeldung: Jugendzentrum Molke) und den Onlinevortrag „Sicher unterwegs für Frauen“ (22. Februar 18 bis 22.30 Uhr, Anmeldung: www.keb-fn.de).