Bewohner in der Nachbarschaft staunten nicht schlecht, als am Dienstag Mitarbeiter der Feuerwehr in Schutzanzügen im Wachirweg vorfuhren und ins Gebäude gingen. Hier sind Obdachlose und Männer untergebracht, die in Deutschland Asyl begehren. Als die Feuerwehr wieder abrückte, hätten sie einen Bewohner mitgenommen, teilte ein Anwohner unserer Zeitung mit.

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Die Stadt bestätigte auf Anfrage, dass nach einer Meldung des Gesundheitsamtes „bei den Bewohnern des Gebäudes Wachirweg 20 ein Antigen-Schnelltest durchgeführt“ wurde. So sehen es die Corona-Notfallpläne vor, die bereits im Frühsommer 2020 für die städtischen Obdachlosenunterkünfte ausgearbeitet wurden, heißt es in der Mitteilung.

Test bei allen Bewohnern, wenn einer infiziert ist

Bei Auftreten eines Corona-Falls sollen demnach sämtliche Bewohner umgehend getestet werden, um die erforderlichen Quarantäne-Maßnahmen festzulegen und einzuleiten. Die Testung veranlasse das Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, konkret durch die Kollegen der Feuerwehr. Wie viele Bewohner im Wachirweg 20 positiv getestet wurden, teilte die Stadt nicht mit.

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Bei Auftreten eines Corona-Falls in einer Unterkunft werden demnach Infizierte grundsätzlich außerhalb der Unterkunft isoliert. „Hierfür haben wir im vergangenen Jahr mehrere Wohnungen entsprechend ausgestattet“, erläutert die Pressestelle. Wer vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen eingestuft wird, müsse in der Unterkunft in Quarantäne bleiben. Sofern eine Abtrennung nur dieses Personenkreises möglich sei, zum Beispiel bei abtrennbaren Stockwerken, seien die anderen Räumlichkeiten des Gebäudes weiter frei zugänglich und nutzbar. Auch die Bewohner könnten sich dann frei bewegen.

Tests auch ohne konkreten Verdachtsfall

Unabhängig von den Notfallplänen will die Stadt auch künftig anlassunabhängige Schnelltest-Aktionen in den städtischen Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften ausführen. So sollen etwaige Infektionen möglichst frühzeitig erkannt werden. Bei diesen Aktionen werden die Kollegen der Feuerwehr von den Sozialarbeitern der Arkade unterstützt. Der Verein betreut im Auftrag der Stadt sowohl das Obdachlosenheim K7 an der Keplerstraße als auch die Unterkunft in der Ittenhauser Straße.