Am 10. Juni 2021 sind zehn Kinder einem schweren Unglück nur knapp entgangen. Sie waren in Kressbronn mit einem Bus in Richtung des Kreisverkehrs „Kretzerhetzer“ unterwegs, als Fahrer Nexhmedin Pllana plötzlich eine Rauchentwicklung im hinteren Bereich des Fahrzeugs feststellte. Pllana reagierte sofort, hielt an, er und die Kinder konnten rechtzeitig aussteigen.

Innerhalb von fünf Minuten stand das Fahrzeug komplett in Flammen. Übrig blieb – trotz eines Feuerwehreinsatzes mit 40 Kräften – nur das Gerippe des Busses. Der Schaden belief sich auf etwa 250.000 Euro.

Nur Busfahrer Nexhmedin Pllana ist es zu verdanken, dass den zehn Kindern und ihm beim Unglück im Juni nichts passiert ist.
Nur Busfahrer Nexhmedin Pllana ist es zu verdanken, dass den zehn Kindern und ihm beim Unglück im Juni nichts passiert ist. | Bild: Jakober, Stephanie (Archiv)

Die Kriminalpolizei hatte noch am Unglücksort Ermittlungen aufgenommen. Handelte es sich um einen technischen Defekt – oder doch um Brandstiftung? Wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg nun mitgeteilt hat, dürfte wohl Letzteres zutreffen.

Fahrlässige Brandstiftung als Brandursache

Oberstaatsanwältin Christine Weiss, Pressereferentin der Staatsanwaltschaft Ravensburg, sagte dem SÜDKURIER: „Das Brandgutachten kann einen technischen Defekt ausschließen.“ Vielmehr, so Weiss, handle es sich um fahrlässige Brandstiftung.

Erste Staatsanwältin Christine Weiss, Staatsanwaltschaft Ravensburg, teilte mit: Ursache für das Feuer war Brandstiftung.
Erste Staatsanwältin Christine Weiss, Staatsanwaltschaft Ravensburg, teilte mit: Ursache für das Feuer war Brandstiftung. | Bild: Cuko, Katy (Archiv)

Wie genau allerdings ein ganzer Bus angezündet werden kann, dazu wollte sich Christine Weiss nicht äußern. Denn: Der ermittelte Beschuldigte war zur Tatzeit noch keine 14 Jahre alt – und damit nicht strafmündig. Das Verfahren wurde daher eingestellt.

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