In ihren Trauringen ist der 20. März 2020 eingraviert, aber erst auf den Tag genau zwei Monate später haben sich am Mittwoch Katja Damski und Manuel Eisele im Standesamt Tettnang das Ja-Wort gegeben.

Zehn Gäste, Luftballons und ein knallblaues Trabi-Cabriolet

Rote und weiße Luftballons, ein knallblaues Trabi-Cabriolet und genau zehn Gäste inklusive der beiden Trauzeugen erwarten das Paar nach der Trauung vor dem Standesamt zu einem kleinen Sektempfang. Auf der Rathaustreppe nehmen sich Katja Damski und ihr frischgebackener Ehemann Manuel Eisele erst einmal den Mund-Nasen-Schutz ab. Die Freude und Erleichterung ist ihnen anzusehen. Endlich geschafft! „Die Hochzeit, auch jetzt in der Corona-Zeit, war uns wichtig. Wir wollten einfach noch vor der Geburt unseres Kindes heiraten“, sagt Katja Damski, die im neunten Monat schwanger ist.

Das Paar wollte noch vor der Geburt des gemeinsamen Kindes heiraten. Doch der ursprünglich geplante Hochzeitstag fiel aus, weil sich der Bräutigam mit dem Coronavirus infiziert hatte.
Das Paar wollte noch vor der Geburt des gemeinsamen Kindes heiraten. Doch der ursprünglich geplante Hochzeitstag fiel aus, weil sich der Bräutigam mit dem Coronavirus infiziert hatte. | Bild: Claudia Wörner

Der Bräutigam hatte sich mit dem Coronavirus infiziert

Den ursprünglich geplanten Hochzeitstag verbrachte das Paar in häuslicher Quarantäne, da sich Manuel Eisele mit dem Coronavirus infiziert hatte. Auch der Überraschungspolterabend, organisiert von den Freunden im Friedrichshafener Kanu-Verein Seemoos, musste ausfallen.

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Schwangere Braut blieb vom Virus verschont

Während Manuel Eisele wie bei einer herkömmlichen Grippe mit Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen zu tun hatte, fiel der Test von Katja Damski negativ aus. Natürlich seien sie wegen der Absage der Hochzeit traurig gewesen. „Aber am Ende haben wir uns damit abgefunden, was anderes blieb uns ja gar nicht übrig.“

Kleine Feier mit engster Familie und Trauzeuge: Katja Damski und Manuel Eisele (Dritter und Vierte von rechts) wollen das große Hochzeitsfest 2021 nachholen.
Kleine Feier mit engster Familie und Trauzeuge: Katja Damski und Manuel Eisele (Dritter und Vierte von rechts) wollen das große Hochzeitsfest 2021 nachholen. | Bild: Claudia Wörner

Innerhalb der Familie sind Umarmungen erlaubt

Mit einem Gläschen Sekt stößt das Brautpaar mit seinen zehn Gästen vor dem Tettnanger Standesamt an. Die gebotenen Abstandsregeln haben alle im Kopf, aber innerhalb der Familie sind Umarmungen glücklicherweise erlaubt. „Jetzt fahren wir mit dem Trabi bei ein paar Freunden vorbei, um uns gratulieren zu lassen“, erzählt Katja Damski vom Hochzeitstag unter Corona-Bedingungen.

Große Feier soll 2021 nachgeholt werden

Die große Feier muss zunächst ausfallen. Dafür ist Grillen zusammen mit den Trauzeugen im Garten angesagt. In einem Jahr will das junge Ehepaar das große Fest nachholen. Sicher wird nicht nur das falsche Datum in den Eheringen das Paar immer an die Hochzeit unter besonderen Vorzeichen erinnern.

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