141 in Quarantäne befindliche Menschen sind nach Angaben der Stadtverwaltung am Mittwoch und Donnerstag in Friedrichshafen kontrolliert worden. Das Ergebnis: Sie alle wurden telefonisch erreicht oder zu Hause angetroffen. „Die Schwerpunktaktion hat in Friedrichshafen ein eindeutiges und sehr gutes Ergebnis“, wird Bürgermeister Dieter Stauber in dem Pressetext aus dem Rathaus zitiert. „Die Kontrollen waren problemlos, es gab keinen Verdacht auf Nicht-Einhaltung der Quarantäne und wir konnten bei den Kontrollen auf das Hinzuziehen des Polizeivollzugsdienstes verzichten.“

Bei sechs von 141 Anrufen ging niemand ans Telefon

111 zur Quarantäne verpflichtete Häfler wurden den Angaben nach am Mittwoch telefonisch kontrolliert. Vier Anrufe seien dabei ins Leere gegangen. Allerdings habe es sich bei allen vier Fällen um Kinder gehandelt, die in Quarantäne waren „und sich vielleicht nicht ans Telefon trauten“. Bei zwei Kindern sei ein Rückruf erfolgt, die anderen beiden habe der städtische Gemeindevollzugsdienst kontrolliert und zu Hause angetroffen.

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Weitere 30 telefonische Kontrollen erfolgten am Donnerstag. Die zwei Häfler, die dabei nicht erreicht wurden, wurden laut Stadt ebenfalls bei der Vor-Ort-Kontrolle durch den Gemeindevollzugsdienst zu Hause angetroffen.

Acht Mitarbeiter der Stadt für insgesamt 27 Stunden im Kontroll-Einsatz

Für die Kontrollen waren im Amt für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung vier Mitarbeiter insgesamt 21 Stunden im Einsatz. Der Gemeindevollzugsdienst war mit vier Mitarbeitern insgesamt sechs Stunden für die Vor-Ort-Kontrollen im Einsatz.

Mit der im Vorfeld angekündigten Schwerpunktaktion wollte das Land erreichen, dass die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht wird, wie wichtig es ist, die Quarantäneanordnung zu beachten, erklärt die Stadtverwaltung. Ein Verstoß gegen die Anordnung kann ein Bußgeld oder sogar eine Strafanzeige nach sich ziehen.

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Quarantäne-Einhaltung soll weiterhin kontrolliert werden

Die Einhaltung der Quarantäne werde weiterhin wie bisher in Stichproben kontrolliert, kündigt die Stadt an. Dabei würden zusätzlich zu den Corona-Infizierten und Kontaktpersonen ersten Grades auch Reiserückkehrer berücksichtigt. „Reiserückkehrer, die über Flughäfen aus Risikogebieten einreisen, werden den Ortspolizeibehörden von der Bundespolizei gemeldet“, heißt es weiter. Die bisherigen Kontrollen hätten ebenfalls ein gutes Ergebnis ergeben: Verstöße seien nicht festgestellt werden.

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