Gegen 12.50 Uhr meldeten Zeugen auf der östlichen Gebäudeseite der landwirtschaftlichen Halle im zu Brochenzell gehörenden Ortsteil Laufenen einen Brand im Bereich der Gleichrichter der Photovoltaikanlage. Das aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer entwickelte sich laut Feuerwehr Meckenbeuren durch reichlich Nahrung aus diversen Produktionsmaterialien und dem wehenden Wind in kürzester Zeit zu einem Großbrand.

Der Brand ereignete sich im Bereich der Gleichrichter der Photovoltaikanlage.
Der Brand ereignete sich im Bereich der Gleichrichter der Photovoltaikanlage. | Bild: Feuerwehr Meckenbeuren

Menschen und Tiere waren nicht in Gefahr

Bereits bei der Ankunft der Feuerwehr konnte durch die anwesenden Bewohner bestätigt werden, dass sich weder Menschen noch Tiere in der Halle mehr befinden. Zur Sicherheit wurden die angrenzenden Gebäude, welche teils bewohnt waren, evakuiert. Durch den tatkräftigen Einsatz und einer massiven Riegelstellung der Feuerwehren konnte ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude, unter anderem ein Schweinestall, verhindert werde, so die Feuerwehr Meckenbeuren. Die Stromversorgung der Halle wurde durch den Energieversorger zeitnah stromlos geschaltet.

Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten und brannte nieder.
Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten und brannte nieder. | Bild: Feuerwehr Meckenbeuren

Insgesamt waren zu Spitzenzeiten 115 Einsatzkräfte mit 23 Fahrzeugen der Feuerwehren aus Meckenbeuren, Tettnang, Friedrichshafen, Ravensburg und Markdorf in den Einsatz eingebunden. Zur Gebietsabdeckung des östlichen Bodenseekreises wurden weitere Kräfte der Feuerwehr Tettnang in der Hauptphase des Einsatzes in Wachbereitschaft versetzt. Die Schnelleinsatzgruppe aus Tettnang war mit sieben Fahrzeugen und 15 Helfern vor Ort. Hier bestand die Hauptaufgabe bei der Atemschutzüberwachung und der ausreichenden Versorgung der eingesetzten Kräfte, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr Meckenbeuren.

Bei dem Brand waren zu Hochzeiten rund 115 Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Bei dem Brand waren zu Hochzeiten rund 115 Feuerwehrkräfte im Einsatz. | Bild: Feuerwehr Meckenbeuren

Brandbekämpfung über die Löschwasservorräte der Einsatzfahrzeuge

Aufgrund der ländlichen Lage des Einsatzobjektes erfolgte die Brandbekämpfung zunächst über die Löschwasservorräte der Einsatzfahrzeuge. Hierzu wurden zahlreiche Tanklöschfahrzeuge der umliegenden Feuerwehren herangezogen. Parallel wurde die Löschwasserversorgung über mehrere 100 Meter Wegstrecke aus dem öffentlichen Hydrantennetz und der Schussen sichergestellt. Aufgrund des Starkregens in der Nacht zuvor, waren die Ackerböden so stark durchweicht, dass diese mit den Feuerwehrfahrzeugen nicht befahren werden konnten. Dadurch unterstützte spontan ein benachbarter Landwirt mit Traktor und Anhänger.

Die Löschwasserversorgung wurde über mehrere 100 Meter Wegstrecke aus dem öffentlichen Hydrantennetz und der Schussen sichergestellt.
Die Löschwasserversorgung wurde über mehrere 100 Meter Wegstrecke aus dem öffentlichen Hydrantennetz und der Schussen sichergestellt. | Bild: Feuerwehr Meckenbeuren

Um ca. 16.30 Uhr konnte gemeldet werden, dass der Brand unter Kontrolle ist. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Meckenbeuren war verantwortlich für die Koordination und Dokumentation des Einsatzverlaufs und wurde zusätzlich durch die Führungsgruppe der Feuerwehr Tettnang unterstützt. Aufgrund der ländlichen Lage und den Windverhältnissen war eine Warnung der Bevölkerung über die Warn-App NINA nicht notwendig.

Bürgermeister Elisabeth Kugler macht sich vor Ort ein Bild der Lage

Die Feuerwehr Meckenbeuren war noch zu Nachlöscharbeiten im Einsatz. Neben der Bürgermeisterin Elisabeth Kugel war auch Michael Fischer, stellvertretender Kreisbrandmeister vor Ort und machten sich ein Bild der Lage. Die Brandursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Bei dem Brand entstand ein Schaden von rund 3,5 Millionen Euro.
Bei dem Brand entstand ein Schaden von rund 3,5 Millionen Euro. | Bild: Feuerwehr Meckenbeuren