Während in der Erwachsenenwelt weitestgehend Normalität herrscht, gibt es in einigen Häfler Kindergärten noch strenge Corona-Regeln. So dürfen Eltern in einigen Kitas immer noch nicht das Gebäude betreten, die Gärten sind mit Absperrbändern abgetrennt und die Betreuungszeiten mit Hinweis auf die schwierige Personalsituation reduziert. An manchen Tagen wurden Kitas sogar komplett geschlossen. Für die ohnehin stark belasteten Familien sei die Situation so nicht tragbar, so Gesamtelternbeiratsvorsitzende Nicole Dathe.

Das könnte Sie auch interessieren

Aktuell werden die reduzierten Öffnungszeiten in den Häfler Kitas nicht erfasst, erklärt die Stadtverwaltung auf SÜDKURIER-Nachfrage. „Es ist geplant, mit den Trägern das Thema aufzugreifen, um hier künftig einen Gesamtüberblick zu erhalten“, erklärt Stadtsprecherin Monika Blank. Vereinzelt kam es laut Monika Blank auch in manchen städtischen Einrichtungen über einen kurzen Zeitraum zu einer Reduzierung der Öffnungszeiten, der auf Personalengpässen basierte.

Reduzierung erfolge in Abstimmung mit den Eltern

„Die jeweilige Reduzierung erfolgte jedoch in enger Abstimmung mit den Eltern beziehungsweise dem Elternbeirat“, sagt sie. Auch Rudolf Algner, Kirchenpfleger der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde in Friedrichshafen, in deren Kitas ebenfalls Öffnungszeiten reduziert worden sind, betont: „Wir stimmen uns da genau ab und die Elternbeiträge wurden angepasst.“ Aktuell haben einige Einrichtungen auch Sommerferien, der August ist daher für viele Eltern beitragsfrei.

„Im September sollen voraussichtlich wieder die kompletten Betreuungszeiten angeboten werden.“
Monika Blank, Pressesprecherin Stadt Friedrichshafen

Da das Kultusministerium in der neuen Corona-Verordnung für Kitas aber einen Schritt in Richtung Regelbetrieb gegangen ist und nun wieder mehr Gruppen zusammengelegt werden können, müssten die Öffnungszeiten künftig wieder eingehalten werden können. „Im September sollen voraussichtlich wieder die kompletten Betreuungszeiten angeboten werden“, erklärt auch Monika Blank.

Das könnte Sie auch interessieren

Es wird weiter getestet – auf freiwilliger Basis

Laut Schreiben des Kultusministeriums wird nach Beschluss der Landesregierung die freiwillige Kostenbeteiligung des Landes an Testungen in Kitas und Einrichtungen der Kindertagespflege bis zum Beginn der Herbstferien am 29. Oktober 2021 verlängert, teilt die Stadtverwaltung mit. Details werden derzeit noch geklärt. „Momentan beteiligt sich das Land mit 30 Prozent an den Kosten für die Tests von Drei- bis Siebenjährigen und mit 68 Prozent an den Kosten für Kinder bis drei Jahren. Die Tests werden den Trägern in Friedrichshafen weiterhin zur Verfügung gestellt“, erklärt Monika Blank. Für das Personal übernehme das Land die Kosten.

Die Stadt Friedrichshafen wolle diese aktuelle Praxis fortführen. Die Tests seien freiwillig und die Eltern müssten auch nichts dokumentieren und bei der Einrichtung vorlegen. „Aus diesem Grund haben wir auch keine Zahlen darüber, wie viele Familien sich tatsächlich an den Tests beteiligen“, so Blank.