Nur 150 Kilometer von Friedrichshafen entfernt treffen sich derzeit einige der wichtigsten Menschen der Welt. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos kommen Politiker und Wirtschaftsbosse zusammen, unter den Gästen ist etwa der US-Vizepräsident Joe Biden. Was das mit Friedrichshafen zu tun hat? Hier stehen zahlreiche Flugzeuge, die zuvor prominente Gäste aus der gesamten Welt transportiert haben. 100 zusätzliche Starts und Landungen verzeichnet der Flughafen-Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr in dieser Woche. Dabei kommt es dann durchaus vor, dass ein Gast per Hubschrauber nach Davos weiterreist.

Wer die prominenten Fluggäste sind, verrät der Flughafen-Chef Wehr nicht. Auskunft gibt er aber über die Herkunftsländer: "Die Flugzeuge kommen vielfach aus Europa, etwa aus Russland, Großbritannien, Frankreich und Norwegen, aber auch einige aus Übersee. Es gab Ankünfte aus den USA, Asien, dem Nahen Osten sowie aus Mittelamerika." Die meisten landen am Montag und Dienstag zur Anreise sowie starten am Donnerstag und Freitag zur Abreise. Weiter geht es meist mit dem Auto, manchmal aber auch per Hubschrauber, sagt Wehr.

Eine Herausforderung sei nur die Logistik, sagt Claus-Dieter Wehr: "Die Flugzeuge die zuerst wieder abfliegen, sollten als letzte abgestellt werden, da wir aus Platzgründen die Flugzeuge teilweise verschachtelt parken müssen. Das ist nicht immer möglich und dann muss umgeparkt werden." Das sei natürlich ein zusätzlicher Aufwand. Zumal die Flugzeuge dieses Jahr deutlich größer sind als noch vor einem Jahr, wie Wehr beobachtet hat. Der Mehrbetrieb erfordere aber keine zusätzlichen Mitarbeiter, da sich die Flüge jeweils über den gesamten Tag verteilen.

Das Weltwirtschaftsforum ist nicht zum ersten Mal ein Thema: "Wir haben seit einigen Jahren immer wieder vom WEF profitiert, indem Teilnehmer den Bodensee-Airport als Flughafen genutzt haben." Im nahegelegenen schweizerischen Flughafen Altenrhein zeigt sich das noch deutlicher: Hier gibt es laut Medienberichten voraussichtlich 400 zusätzliche Flugbewegungen.