Die Zeppelin-Uni (ZU) hat wieder einen neuen Präsidenten. Laut Mitteilung ist Klaus Mühlhahn derzeit Vizepräsident Forschung an der Freien Universität (FU) Berlin. Er wird sein Amt in Friedrichshafen bis spätestens 1. September antreten, die Amtszeit beträgt fünf Jahre. „Mit Klaus Mühlhahn erwartet uns ein Präsident, der die für dieses Amt erforderlichen Voraussetzungen in hervorragender Weise erfüllt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Universität“, erklärt Thomas Sigi, Vorsitzender des ZU-Stiftungsvorstands in der Pressemitteilung.

Nachfolge von Insa Sjurts geklärt

Damit ist nun das Ringen um eine Nachfolge von Insa Sjurts geklärt, die die private Hochschule Ende Dezember 2019 nach fünf Jahren verließ, um zurück nach Hamburg zu gehen. Dort wurde sie Präsidentin an der HSBA Hamburg School of Business Administration.

Ist erneut in die „Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) berufen worden: Insa Sjurts, Präsidentin der Friedrichshafener Zeppelin-Universität. Bild: Ilja Mess
Ist erneut in die „Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) berufen worden: Insa Sjurts, Präsidentin der Friedrichshafener Zeppelin-Universität. Bild: Ilja Mess | Bild: Ilja Mess

Am 4. Juli 2019 wurde die Stelle öffentlich ausgeschrieben, doch es dauerte, bis sich ein Nachfolger fand. Die Findungkommission hüllte sich bislang über die Bewerberlage und -auswahl in Schweigen.

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Klaus Mühlhahn ist seit 2018 Vizepräsident an der FU Berlin für die Bereiche Forschung, Nachwuchsförderung sowie Wissenstransfer und Ausgründungen. Zuvor war er bereits 2014 erstmals zum Vizepräsidenten gewählt worden und in dieser ersten Amtszeit zuständig für Internationales. Mühlhahn gilt als einer der renommiertesten Sinologen in Deutschland.

Nach dem Studium der Sinologie und der Promotion an der FU Berlin führte ihn sein wissenschaftlicher Weg zunächst von 2002 bis 2004 als Visiting Fellow an das Center for Chinese Studies der University of California, Berkeley. Weitere Stationen waren von 2004 bis 2007 als Professor für gegenwärtige chinesische und asiatische Geschichte das Institut für Geschichte der University of Turku, Finnland, und von 2007 bis 2010 als Professor für Geschichte und außerordentlicher Professor für ostasiatische Sprachen und Kulturen die Indiana University Bloomington, USA, bevor Mühlhahn im selben Jahr als Professor für chinesische Geschichte und Kultur an die FU Berlin zurückkehrte.

Neuer Präsident freut sich auf die Aufgabe

„Ich danke Senat und Stiftung für das mit der Wahl zum Ausdruck gebrachte Vertrauen und freue mich auf die neue spannende Aufgabe an der Zeppelin-Universität“, erklärt Mühlhahn anlässlich seiner Berufung. „Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen möchte ich, gemeinsam mit den Mitgliedern und Gremien der Universität sowie der Trägerstiftung, die Zeppelin-Universität konsequent weiter voranbringen und fest im Kreis der besten privaten Hochschulen Europas verankern.“

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Mit Mühlhahns Amtsantritt wird zugleich die Amtszeit von Professor Josef Wieland enden, der zum Jahresbeginn die Präsidentschaft interimistisch übernommen hat. ZU-Stiftungsvorstand und -rat danken Wieland für sein Engagement und würdigen seinen Einsatz in einer Zeit des Übergangs der Universität.