Nach der Landung des letzten Zeppelinflugs der Saison 2016 am 12. November bilanziert die Deutsche Zeppelin-Reederei GmbH (DZR) laut eigener Mitteilung gute Zahlen und einige Höhepunkte: zum Beispiel auf den Erstflug und die Taufe des zweiten Goodyear-Zeppelins, die Flüge des Europa-Park-Zeppelins im Schwarzwald, die Eröffnung des Erweiterungsbaus des Zeppelin-Hangars in Friedrichshafen, die Zeppelin-Flüge zum Seehasenfest-Feuerwerk, die Forschungsexpedition „Uhrwerk Ozean“, Fallschirmsprünge aus dem Zeppelin und mehr als 20 100 geflogene Passagiere in Friedrichshafen.
 

  • Nachdem im März 2014 der erste Zeppelin NT für den US-Reifenkonzern Goodyear Tire & Rubber Company seinen Erstflug absolvierte, startete am 12. März 2016 der zweite zu seinem erfolgreichen ersten Flug über dem Goodyear-Luftschiffhangar am Wingfoot Lake in Suffield, Ohio/USA. Dort wurde das Luftschiff am 21. Oktober in einer feierlichen Zeremonie auf den Namen “Wingfoot Two” getauft. Im April 2017 soll mit der Montage des dritten Goodyear-Zeppelins begonnen werden. Die Strukturteile und größere Baugruppen für den Bau des dritten Goodyear-Zeppelins wurden bereits in die USA verschifft. 2011 hat der US-Reifenkonzern bei der ZLT Zeppelin Luftschifftechnik in Friedrichshafen drei Zeppelin NT in Auftrag gegeben.
  • Seit Anfang April dieses Jahres lächeln Ed Euromaus und Edda Euromausi, die Maskottchen des Europa-Parks, neben dem Logo des Freizeitparks auf einem der beiden Zeppeline und grüßen Einheimische und Touristen über dem Bodensee und dem Voralpenland. Vom 20.
    bis 24. April war der Europa-Park-Zeppelin in Rust über Deutschlands größtem Freizeitpark zu bestaunen.
  • Die Erweiterung des Zeppelin-Hangars in Friedrichshafen feierte die DZR mit ihrem Gastronomiepartner Föhr am Wochenende des 30. April und 1. Mai. „Wir haben Platz geschaffen für das neue Restaurant Buffalo Steakhouse mit einem Indoor Show Grill sowie für den neu gestalteten Zeppelin-Shop und den Check-in für die Zeppelin-Passagiere“, erläutert Thomas Brandt, Geschäftsführer der DZR. Außerdem wurden zur Neueröffnung 20-minütige Zeppelin-Flüge zum Sonderpreis angeboten, die innerhalb kürzester Zeit ausgebucht waren.
  • Der Zeppelin NT spielte auch 2016 wieder eine tragende Rolle in einem renommierten Forschungsprojekt. Mitte Juni war er auf der Insel Usedom stationiert, um von dort aus für das Helmholtz-Zentrum Geesthacht (HZG) im Rahmen der Expedition ”Uhrwerk Ozean” Forschungsflüge über der Ostsee durchzuführen. Dabei fungierte das Luftschiff als Forschungsplattform sowie als fliegende Schaltzentrale. Vom Zeppelin aus dirigierte Expeditionsleiter Burkard Baschek alle beteiligten Forschungsschiffe und Flugzeuge. Ziel der Expedition ”Uhrwerk Ozean” war es, kleinste Wasserwirbel aufzuspüren und zu erforschen. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Meereswirbel das Klima, die Produktivität der Meere und die Wanderung von Fischen beeinflussen.
    Die während der Expedition gewonnenen Daten werden von den Forschern ausgewertet und sollen wichtige Erkenntnisse zu klimatischen und ozeanografischen Zusammenhängen liefern.
  • In diesem Jahr flogen zum zweiten Mal beide Zeppeline zum Feuerwerk des Seehasenfests. Die Resonanz war laut Mitteilung ausgesprochen positiv, sodass auch für 2017 wieder ein solcher Flug geplant ist.
  • 16 Fallschirmspringer haben am 16. Oktober die Möglichkeit genutzt, aus dem Zeppelin NT zu springen. Das sei auch für Zuschauer ein beeindruckendes Schauspiel gewesen. Die Fallschirmspringer waren durchweg begeistert. ”Ein unglaubliches Erlebnis,” so die Aussage des Extremsportlers Felix Baumgartner nach seinem Sprung aus dem Zeppelin. Bei der DZR wird darüber nachgedacht, im Juni und September 2017 weitere Fallschirmsprünge aus dem Zeppelin anzubieten.
  • Zufrieden ist die DZR auch mit den Zahlen der nun beendeten Flugsaison: Sind 2015 bereits mehr als 17 400 Zeppelin-Passagiere in Friedrichshafen geflogen, so waren es dieses Mal mehr als 20 100. ”Wir freuen uns sehr, dass so viele Menschen die Bodensee-Region aus der einzigartigen Zeppelin-Perspektive erleben möchten”, sagt Michael Schieschke, stellvertretender Geschäftsführer der DZR. Dieses Ergebnis sei auch eine tolle Leistung des Zeppelin-Teams.”
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