Bereits zum achten Mal vergibt die ZF-Kunststiftung den ZF-Musikpreis. Bei einem Pressegespräch im Vorfeld des alle zwei Jahre stattfinden Wettbewerbes bedankte sich Matthias Lenz, Vorstand der ZF-Kunststiftung, bei Theresa Schulz für die hervorragende Planung. Seine ganz besondere Anerkennung galt dem künstlerischen Leiter Peter Vogel vom Internationalen Konzertverein Bodensee für die nunmehr 17-jährige engagierte Zusammenarbeit.

Peter Vogel fühlt sich von der ZF-Kunststiftung sehr gut unterstützt. Kann er doch seit vielen Jahren sein eigenes Konzept, abseits des üblichen Marktgeschehens, umsetzen. So ist der Klavierwettbewerb von Beginn an eine persönliche Einladung der jungen Künstler gebunden. Hauptsächlich beim im Jahr davor liegenden Klavierfestival junger Meister, bei dem sich in zwei Wochen über Ostern mit Meisterklasse, öffentlichen Vorspielen bis hin zum großen Solokonzert mit Orchester eine persönliche Verbindung aufbaut, findet Vogel immer wieder mit sicherem Gespür junge, hochbegabte Talente.

Dieses Jahr wurde die 1993 in Österreich geborene Judith Valerie Engel (Mozarteum Salzburg) und der 1987 in Deutschland geborene Moye Kolodin (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar) vom letzten Festival eingeladen. Für Raúl da Costa, 1993 in Portugal geboren, ist es die zweite Einladung zum Wettbewerb. Er bekam noch Unterricht vom legendären Klavierpapst Prof. Kämmerling in Hannover. Auf Iulia Marin, 1991 in Rumänien geboren, wurde Vogel bei einem Meisterkurs mit Prof. Raekallio aufmerksam. Boyang Shi, 1993 in China geboren, ist die einzige Asiatin dieses Jahr.

Sie hat ihr Klavierstudium bei Professor Vardi an der Hochschule für Musik in Hannover erfolgreich abgeschlossen. Als sechster Teilnehmer wird sich Arseni Sadykov, 1989 geboren in Weißrussland, der Jury stellen. Der heute in Weimar studierende Pianist sollte besonders vom Häfler Publikum unterstützt werden: Er stammt aus der Partnerstadt Polozk.

Alle Wettbewerbsteilnehmer sind trotz ihres für Pianisten jungen Alters bereits Preisträger von nationalen und internationalen Wettbewerben. Ein Blick auf die ausgewählten Werke verspricht wieder ein hochkarätiges Musikerlebnis.

Wie gehabt gibt es zwei Vorrunden. Die erste Aufgabenstellung heißt: J.S. Bach und Werke der Wiener Klassik. Am zweiten Abend stehen Stücke der deutschen Romantik sowie ein Werk des 20. und 21. Jahrhunderts auf dem Programm. Beide Runden finden im höchstgelegenen Konzertsaal der Alpen statt: in der neuen Konzerthalle auf 1800 Meter Höhe in St. Christoph am Arlberg. Drei Teilnehmer treten dann wie gewohnt im Graf-Zeppelin-Haus am 1. Mai in der letzten Runde an. Bei allen Konzerten ist der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist erforderlich; in Friedrichshafen sind nur noch 100 Karten erhältlich.

Die nicht ganz leichte Entscheidung in den ersten beiden Runden und über die Vergabe der drei Preise, die mit einem Preisgeld von 6000, 3000 und 2000 Euro verbunden sind, fällt die Jury unter Vorsitz von Peter Vogel. Ihm zur Seite stehen Prof. Sheila Arnold, Musikhochschule Köln, und Prof. Gerhard Vielhaber, Landeskonservatorium Vorarlberg. Beide waren 1995 Gäste beim Internationalen Klavierfestival junger Meister.
 

Termine

Donnerstag, 28. April, 18.30 Uhr, erstes Wettbewerbskonzert; Freitag, 29. April, 18.30 Uhr, zweites Wettbewerbskonzert. Beide Konzerte finden in der „Arlberg1800 – Kunst- und Konzerthalle“ in St. Christoph am Arlberg (Österreich) statt. Kostenlose Karten gibt es unter www.arlberg1800resort.at

Sonntag, 1. Mai, 19 Uhr: Abschlusskonzert und Vergabe ZF-Musikpreis im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen. Kostenlose Karten gibt es unter musikpreis@zf.com und Telefon 0 75 41/77 48 30.

Die ZF-Kunststiftung gibt es seit 1990 aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der ZF Friedrichshafen AG. Seit 2001 vergibt die ZF-Kunststiftung den ZF-Musikpreis an begabte Pianisten.