Der Klimawandel kommt. Stürme, Starkregen, Hitzeperioden künden das schon jetzt an. Und die Kommunen sehen sich als wichtige Akteure im Kampf gegen Klimaschäden. Längst wurden landauf, landab zahlreiche Projekte lanciert. So auch in Friedrichshafen, wo das Positionspapier „Unser grünes Friedrichshafen“ Leitlinien für den künftigen Umgang mit dem Stadtgrün aufzeigt und einer wachsenden Bevölkerung hinreichend Freizeitanlagen und Naherholungsgebiete zur Verfügung stellen will. Und um die zu erwartenden Klimafolgen zu mindern – etwa durch das gezielte Anpflanzen von Bäumen, die Schatten spenden.

Mehrere Ziele für Kluftern

Einen Überblick über die für Friedrichshafen gefassten Ziele haben Renate Gauß und Tillmann Stöttele nun dem Klufterner Ortschaftsrat vermittelt. Die Abteilungsleiterin Stadtgrün und der Abteilungsleiter Landschaftsplanung und Umwelt skizzierten die Pläne für die Gesamtstadt. Sie blickten aber auch auf das, was für Kluftern beabsichtigt ist. Ihr Appell: „Wir als Stadt müssen Vorbild sein und vorangehen, damit sich die Bürger an unserem Handeln orientieren“, formulierte Gauß.

In Zukunft als Blühflächen bepflanzt: Straßenränder und Bremsinseln – so wie hier in Kluftern.
In Zukunft als Blühflächen bepflanzt: Straßenränder und Bremsinseln – so wie hier in Kluftern. | Bild: Jörg Büsche

Artenvielfalt fördern

Um die Artenvielfalt zu fördern, sind im Rahmen des Projekts „Stadtgrün naturnah“ weitere Blühflächen zu entwickeln. Dies auch entlang von Verkehrswegen – so etwa auf den Bremsinseln in der Klufterner Ortsdurchfahrt, wie Gauß die Anfrage von Bernd Caesar beantwortete. Weitere Schritte zu noch mehr Naturnähe seien an der Brunnisach geplant. Beim Lettenhof, wo die Ausgleichsfläche für den Zeppelin-Ankerplatz am Flughafen liegt, wird schon seit Längerem eine quasi natürliche Bachaue entwickelt.

Bepflanzung statt Bebauung

Ein weiterer Schritt ließe sich auf dem Vorplatz der Brunnisachhalle unternehmen. Was derzeit noch versiegelt ist, könnte künftig grünen. „Stadtgrün braucht Fläche“, lautete die Wegweisung der Abteilungsleiterin. Stadtgrün sei wertvoll, für Wohlbefinden und Gesundheit. Stadtgrün sei aber nicht umsonst, weil auf Bebauung verzichtet werden müsse und weil Stadtgrün der Pflege bedürfe: Eine Pflege, die sich im Haushalt wiederum durch erhöhte Personalkosten niederschlage.