Eine allerletzte Chance bekommt die Hütte an der Holzgasse. Außerdem bekommt sie einen neuen Namen. Das hat der Klufterner Ortschaftsrat bei seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend beschlossen. Statt Grillhütte soll die hölzerne Behausung künftig Waldhütte heißen. Damit und durch das ausdrückliche Verbot, hier über offenem Feuer zu grillen, will der Ortschaftsrat die Probleme beseitigen, die die Grillstelle den Klufternern zuletzt immer wieder bereitete.

Sicherungsmaßnahmen hätten 50.000 Euro gekostet

Der stabile Grill im Inneren wird abgebaut, ebenso das Vordach und später dazugekommene Sitzgelegenheiten und Zusatzfeuerstellen. Damit sind alle Überlegung hinfällig, das Areal einzufrieden, die Hütte zu sanieren, eine abschließbare Grillstelle zu errichten sowie einen Sicherheitsdienst mit der Überwachung zu betrauen. Die Maßnahmen hätten den Ortsteil rund 50.000 Euro gekostet.

3500 Euro für Abbau des Grills und Instandsetzung

Hingegen schlagen der Abriss des Vordachs, das Entfernen des Grills und das Instandsetzen des verbleibenden Gebäudes mit lediglich 3500 Euro zu Buche, wie im Ortschaftsrat erläutert wurde.

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Bauhof-Mitarbeiter mussten jeden Montag Müll beseitigen

In ehrenamtlicher Arbeit erbaut, ist die Hütte im Wald westlich des Teilorts bereits dreimal abgebrannt. Und Ortsvorsteher Michael Nachbaur führte in der jüngsten Sitzung aus, dass die Mitarbeiter des Bauhofs eine Zeit lang jeden Montag ausrücken mussten, um den Müll zu beseitigen, den Nutzer am Wochenende zurückgelassen hatten.

Vandalismus, ausufernde Veranstaltungen und Belästigungen in der Umgebung

Weitere in Kluftern allzu bekannte Probleme standen in der Tischvorlage für die Räte. Da war die Rede von Vandalismus, „großen Belästigungen in der Umgebung“, polizeilich nicht mehr zu kontrollierenden Veranstaltungen, aber auch vom Fehlen eines Rauchabzugs.

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Ortsvorsteher: Bei neuerlichem Vandalismus wird Hütte abgerissen

Peter Schwarzott hakte kritisch bei der Sitzung nach, denn er befürchtete versteckte Kosten. Ortsvorsteher Michael Nachbaur verneinte dies. Ekkehard Reich versprach gelegentliche Kontrollgänge. Und Siegrid Merz regte ein Bürgerfest als positiven Neustart für die Hütte an. In diesem Zusammenhang könne auch ein neuer Name gesucht werden. Bei neuerlichem Vandalismus, kündigt Nachbaur, werde die Hütte endgültig abgerissen.