"Wir sind unverzichtbar", rief Hanna Binder, stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin gestern rund 350 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu, die sich in Friedrichshafen zu einer Kundgebung versammelt hatten. Unter Trillerpfeifenlärm und dem Brummen von Grünpflegegerät verkündeten sie: "Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Kohle klaut." Die Gewerkschaft hatte im Bezirk Oberschwaben zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Während dieser in Friedrichshafen keine spürbare Auswirkungen hatte, blieben beispielsweise in Markdorf die städtischen Kindergarten geschlossen. Sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber ein Plus von 200 Euro pro Monat, fordern die Gewerkschaften unter anderem für Beschäftigte von Bund und Kommunen. Neue Verhandlungen sind ab Sonntag in Potsdam geplant. "Und wenn wir kein vernünftiges Angebot bekommen, gehen wir weiter auf die Straße. Das ist erst der Anfang", kündigte Hanna Binder in Friedrichshafen an.