Die sogenannten Wanderbäume der Stadt Friedrichshafen in pinkfarbenen Apfelkisten waren seit dem Sommer bereits auf dem Franziskusplatz, dem Buchhornplatz und vor der Markthalle. Bevor sie eingepflanzt werden, stehen sie ab sofort für ein Jahr auf dem Schulhof des Karl-Maybach-Gymnasiums (KMG).

Zusammenarbeit mit der Öko-AG

„Wer vorne zieht, ist fürs Lenken zuständig. Bremsen ist etwas schwierig“, sagt Markus Kohler, angehender Jugend- und Heimerzieher am KMG. Etwa zehn Schüler sind dem Aufruf im Schülertreff gefolgt, um vier von fünf Wanderbäumen von der Markthalle in den Schulhof transportieren. „In Kombination mit den im Sommer angelegten elf Hochbeeten des Schulgartens soll hier eine Art Ruhepol entstehen“, erklärt Schulsozialarbeiter Marco Eckle. Gepflegt werden die grünen Kisten von den Fünft- bis Neuntklässlern voraussichtlich in Zusammenarbeit mit der Öko-AG des Gymnasiums. Sie werden die Wanderbäume und die anderen Pflanzen gießen, Unkraut jäten und dafür sorgen, dass in den Hochbeeten Gemüse wächst, das dann auch geerntet werden kann.

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„Mir als Schulsozialarbeiter ist vor allem auch die Begegnung durch das gemeinsame Tun wichtig“, unterstreicht Eckle. So müsse man sich auch Gedanken darüber machen, wer sich in den Ferien, insbesondere im Sommer, um die Pflanzen kümmert. Dafür möchte Eckle eventuell auch Eltern mit ins Boot holen. Im Zuge von Gesundheitsprävention wird das Projekt durch Fördergelder der kommunalen Jugendkonferenz des Bodenseekreises in Höhe von 7500 Euro unterstützt.

Alternative wäre der Bauhof gewesen

„Das Projekt läuft drei Jahre und durch dieses Geld wird es überhaupt erst möglich“, sagt er. Weitere 2000 Euro steuert die Schule bei und 500 Euro kommen aus dem Topf der Schulsozialarbeit. Ein Teil des Geldes sei bereits für das Anlegen der Hochbeete mit Unterstützung von Mitarbeitern der Gartengestaltung Naturalis aus Lindau verwendet worden. „Nun freuen wir uns sehr, dass die Wanderbäume bei uns überwintern“, so Eckle. Alternative wäre ihre Unterbringung im Bauhof gewesen.