Der rote Regioshuttle hat auf der Bodenseegürtelbahn bald ausgedient. Die alten, reparaturanfälligen Triebwagen werden ab September durch fünf neue, moderne Züge ersetzt. Ausgeliefert sind die Fahrzeuge des Typs Lint 54 vom Hersteller Alstom bereits. Seit einigen Tagen werden Lokführer auf der Strecke zwischen Friedrichshafen und Singen geschult. Bei einer dieser Fahrten am Mittwoch erhielten Medienvertreter die Gelegenheit, die neuen Züge zu begutachten.

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„Wir haben Wort gehalten“, erklärte Uwe Lahl, Amtschef des Landesverkehrsministeriums. Bei einer Bahnkonferenz im November im Landratsamt mit Vertretern der Deutschen Bahn hatte er wütenden Bürgern versprochen, dass neue Züge und mehr Personal auf der Bodenseegürtelbahn eingesetzt werden, um der Verkehrsmisere auf dieser Strecke zu begegnen. Über Monate häuften sich Beschwerden, weil Züge zu spät oder gar nicht kommen. Die Situation habe sich positiv entwickelt, aber da sei noch Luft nach oben, räumte der Chef der DB Regio, David Weltzien, am Mittwoch ein.

Der Niederflureinstieg macht es Radlern künftig einfacher, ihr Fahrrad in den Zu zu bugsieren. Auffällig sind auch die großen Panoramafenster.
Der Niederflureinstieg macht es Radlern künftig einfacher, ihr Fahrrad in den Zu zu bugsieren. Auffällig sind auch die großen Panoramafenster. | Bild: Cuko, Katy

Der Fahrkomfort in den neuen, weiß-gelben Züge sei „deutlich besser als in den alten Regioshuttle„, schätzt Jürgen Löffler, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Bodo ein. 150 Fahrgäste haben bequem Platz, die meisten einen kleinen Tisch vor sich, und es gibt WLAN an Bord. Da der zweigeteilte Zug nicht auseinander gekoppelt werden kann, könne die DB Regio mit diesen Zügen auch nicht mehr nur einen Triebwagen mit halbierter Kapazität in die Spur schicken. Neu in den Zügen ist eine behindertengerechte Toilette. Ob die 18 Abstellplätze für Fahrräder in der Saison reichen, bleibe abzuwarten, so Löffler. Durch den Niederflur-Einstieg komme man mit den Rädern aber deutlich einfacher in den Zug.

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Auch der Landtagsabgeordnete Martin Hahn (Grüne) ist voll des Lobes für das neue Material, das auf der Gürtelbahn nun „auf Sicht“ zum Einsatz kommt. Er findet die Panoramafenster schick, die einen großräumigen Blick auf Landschaft und Bodensee zulassen. „Als wenn sie im Kino Zug fahren“, freut sich der passionierte Bahnfahrer.