Am 1. Oktober wählt der Gemeinderat einen neuen Bürgermeister. Wie bereits bekannt, ist auch der derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Stauber unter den Bewerbern. Er hatte seine Kandidatur am 26. Juli öffentlich gemacht.

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Insgesamt haben sich elf Menschen für den Posten bei der Stadtverwaltung beworben, darunter zwei Frauen. Das teilte Pressesprecherin Monika Blank auf Nachfrage des SÜDKURIER mit.

Dieter Stauber bewirbt sich um das Amt als Bürgermeisters.
Dieter Stauber bewirbt sich um das Amt als Bürgermeisters. | Bild: (privat)

Bewerbungsschluss war am 23. Juli. Eine Auswahlkommission des Gemeinderates, in dem je ein Vertreter von CDU, Freien Wählern, SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie einem Vertreter von FDP/ödp/Parteilos sowie Oberbürgermeister Andreas Brand saßen, hatte zuvor eine erste Vorauswahl getroffen.

"Die auf Vorschlag der Auswahlkommission in die engere Auswahl genommenen Bewerber werden sich am Dienstag, 11. September, den Fraktionen vorstellen", heißt es in einer von Oberbürgermeister Andreas Brand unterschriebene Sitzungsvorlage an die Gemeinderäte, die dem SÜDKURIER vorliegt. Damit soll allen Gemeinderatsmitgliedern die Gelegenheit gegeben werden, die vier bisher ausgewählten Kandidaten selbst kennen zu lernen.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass der Finanz- und Verwaltungsausschuss in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 17. September die Bewerber festlegt, die zur persönlichen Vorstellung am 1. Oktober in den Gemeinderat eingeladen werden, wie die städtische Pressesprecherin Monika Blank mitteilte.

In dem Schreiben von OB Brand wird auch darauf hingewiesen, dass die Unterlagen Stadtrat Dieter Stauber "nicht zugänglich" gemacht werden sollten. Das lässt den Schluss zu, dass Stauber weiter im Rennen um den Bürgermeisterposten ist. Ursprünglich war eine Art "Blitz-Verfahren" angestrebt worden, das eine Wahl schon am 23. Juli hätte möglich machen sollen. Auch im Ältestenrat war dieses Vorgehen bereits besprochen. Und klar war von Anfang an, dass Dieter Stauber als Bürgermeister seinen Hut in den Ring werfen würde, da die SPD das Vorschlagsrecht für den Posten hat.

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Doch nach einer SÜDKURIER-Anfrage beim Regierungspräsidium Tübingen als Kommunalaufsicht wurde dieser Plan Anfang Juni wieder verworfen – OB Brand räumte damals "einen Verfahrensfehler im Zeitplan" ein.

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Damit ist nun wieder offen, ob Dieter Stauber tatsächlich zum Bürgermeister gewählt werden wird.

Auf dem Wahlzettel werden trotz der Vorauswahl alle elf Bürgermeister-Aspiranten stehen, solange sie ihre Bewerbung nicht zurückziehen. "Nach heutigem Stand wurde noch keine Bewerbung zurück gezogen", so Pressesprecherin Monika Blank.