Wie die Staatsanwaltschaft Ravensburg und das Polizeipräsidium Konstanz gemeinsam mitteilen, wachte ein in dem Verkaufsstand schlafender Mitarbeiter des Betreibers durch den Lärm einer Personengruppe auf. Unmittelbar danach habe der 41-Jährige einen lauten Knall gehört. Zeitgleich sah er Flammen am Zeltstoff des Standes auflodern. Der Mann konnte sich nach Polizeiangaben noch fluchtartig aus dem Stand retten und blieb glücklicherweise unverletzt.

Der Verkaufsstand sei vollständig niedergebrannt, obwohl der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der auf den Brand aufmerksam geworden war, noch versuchte, das Feuer zu löschen.

Ein Übergreifen auf benachbarte Verkaufsstände konnte verhindert werden

Die Feuerwehr rückte laut Mitteilung der Stadtverwaltung zunächst mit einem Einsatzfahrzeug und drei Feuerwehrmännern an, die als Brandwache auf dem Seehasenfest stationiert waren. Außerdem wurde ein Löschzug mit drei Fahrzeugen und 18 Feuerwehrleuten angefordert. Binnen einer halben Stunde war das Feuer den Angaben zufolge gelöscht.

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Es gelang den Einsatzkräften außerdem, ein Übergreifen auf benachbarte Verkaufsstände verhindern. Nach Freigabe der Polizei sei der abgebrannte Stand, an dem Kunsthandwerk aus Südamerika angeboten worden war, noch in der Nacht abgeräumt und abtransportiert.

Direkt vor dem Eingang zu einem großen Bekleidungsgeschäft stand der Verkaufsstand, der in der Nacht zu Freitag vermutlich durch Brandstiftung komplett niederbrannte.
Direkt vor dem Eingang zu einem großen Bekleidungsgeschäft stand der Verkaufsstand, der in der Nacht zu Freitag vermutlich durch Brandstiftung komplett niederbrannte. | Bild: Tobias Lange

Der Gesamtschaden wird mit rund 9000 Euro beziffert. Beschädigt wurden den Angaben der Ermittlungsbehörden zufolge auch die Glasüberdachung eines Bekleidungsgeschäfts in unmittelbarer Nähe des Verkaufsstandes.

Die Kriminalpolizei stellte zudem an einem Stand gegenüber ebenfalls Spuren einer Brandzehrung fest. Deshalb geht die Polizei derzeit von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Kriminalpolizei Friedrichshafen bittet mögliche Zeugen der Tat oder Personen, die Hinweise zu den Verursachern geben können, sich unter Telefon 0 75 41/70 10 zu melden.