Die gute Nachricht verbreitete die Flughafengesellschaft am Montag selbst: Mehr als 540 000 Passagiere wurden im vergangenen Jahr am Bodensee-Airport gezählt, das entspreche einem Anstieg um fünf Prozent im Vergleich zu 2017. Jene Nachricht, die Anlass zur Sorge geben könnte, dreht sich um die Fluggesellschaft, die 2018 nach Flughafenangaben „wichtigster Wachstumsträger“ war: Germania steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Aktuell würden mehrere Optionen einer Finanzierung geprüft, „um den kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern“, wie die Fluggesellschaft am Dienstag mitteilte. Beim Flugbetrieb gebe es keine Einschränkungen.

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"Wir erwarten nicht, dass der Verkehr eingestellt wird"

Ausgerechnet am gestrigen Mittwoch ließ die Abflugtafel auf der Webseite des Häfler Flughafens zunächst das Gegenteil befürchten: Von der Germania-Maschine in Richtung Gran Canaria war da zumindest kurzzeitig nichts zu sehen. Ein Eingabefehler, wie Flughafensprecher Andreas Humer-Hager aber auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Flug ST 2948 sei um 11.10 Uhr gestartet.

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Und auch sonst besteht für Reisende offenbar kein Anlass zur Sorge. "Wir erwarten nicht, dass der Verkehr eingestellt wird", sagte Humer-Hager. Entsprechende Signale habe es auch von der Germania-Geschäftsführung, mit der der Flughafen im direkten Kontakt stehe, gegeben.

Regelmäßige Flüge nach Ibiza und Sardinien geplant

Germania habe ihr touristisches Angebot ab Friedrichshafen um mehr als 15 Prozent aufgestockt, teilte der Flughafen in seinem Rückblick auf die Entwicklungen des vergangenen Jahres mit. Neben den im Sommer täglichen Flügen nach Mallorca seien vor allem jene nach Antalya, Hurghada und Rhodos erfolgreich. Aktuell steuert Germania laut Winterflugplan vom Bodensee aus die Kanarischen Inseln Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa sowie Hurghada an, ab März außerdem wieder Mallorca und Antalya. Sommerflugplan-Ziele liegen darüber hinaus beispielsweise in Griechenland. Für dieses Jahr waren außerdem bereits Ibiza und Sardinien als neue Ziele angekündigt worden. Und dabei bleibt es nach aktuellem Stand auch, so Flughafensprecher Andreas Humer-Hager.

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Flughafen-Chef äußert sich optimistisch

„Trotz eines zunehmend herausfordernden Umfeldes rechnen wir für 2019 mit weiter deutlich steigenden Passagierzahlen", wurde Flughafen-Chef Claus-Dieter Wehr in der Mitteilung vom Montag zitiert. Wir sind optimistisch, dass sich der Aufwärtstrend nicht zuletzt mit neuen attraktiven Strecken und zusätzlichen Kapazitäten fortsetzen wird.“