Albert Brauchle ist tot. Die Stadtverwaltung würdigt Brauchle, der 96 Jahre alt wurde, als einen besonderen Menschen und einen Kommunalpolitiker mit Leib und Seele, der die Entwicklung Friedrichshafens in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich mitgeprägt hat. Geprägt von seinen Erfahrungen im Krieg sei Albert Brauchle ein Mann der Tat gewesen, der wollte, dass es den nachfolgenden Generationen besser gehen sollte.

Von 1962 bis 1999 war Brauchle für die Freien Wähler Mitglied im Häfler Gemeinderat, lange Zeit zudem ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Auch dem Kreistag gehörte Brauchle für viele Jahre an. Neben seinem politischen Engagement war er drei Jahre Obermeister der Elektroinnung und 30 Jahre Kreishandwerksmeister. Als Mitglied des Vorstands der Handwerkskammer Ulm konnte er dabei mitwirken, dass das Berufsbildungs- und Technologiezentrum in Friedrichshafen errichtet wurde. Spuren hinterließ Brauchle auch im Vereinsleben: 34 Jahre lang stand er an der Spitze des Vereins zur Pflege des Volkstums, galt lange Zeit als Regisseur der Häfler Fasnet. 1965 gründete er den Fanfarenzug „Graf Zeppelin“ und war vier Jahre später Mitbegründer des „Alemannischen Narrenrings“. 2000 zeichnete der Gemeinderat ihn mit der Ehrenmedaille der Stadt aus. Darüber hinaus hat Albert Brauchle weitere hochrangige Ehrungen erfahren, darunter das Verdienstkreuz am Bande und das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 7. März, um 13 Uhr in der Kirche St. Canisius in Friedrichshafen statt.