Der Supersommer 2018 schlägt sich auch in der Tourismusbilanz der Stadt Friedrichshafen nieder. Mit knapp 350 000 Gästen kamen rund 13 500 mehr in die Zeppelinstadt als im Vorjahr. Dieser Aufwärtstrend ist keine Eintagsfliege. Die Gästezahlen stiegen kontinuierlich an, im Fünfjahresvergleich insgesamt um stolze 25 Prozent. 2014 registrierte die Stadt noch knapp 280 000 Ankünfte. „Die positive Entwicklung in den letzten Jahren hängt nicht nur vom Wetter ab. In Friedrichshafen stimmen Angebot und Qualität“, ist Bürgermeister Andreas Köster überzeugt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kurzzeit-Trip im Trend

Im Durchschnitt bleiben die Gäste 2,2 Tage in der Stadt. Das summiert sich auf rund 782 000 Übernachtungen im vergangenen Jahr, gerechnet nur in Hotels mit mindestens zehn Betten sowie auf den Campingplätzen und in der Jugendherberge. In diesen Betrieben waren das rund 27 000 Übernachtungen mehr als im Vorjahr. Dass allein die Campingplätze rund 6500 Übernachtungen mehr als 2017 verbuchen konnten, dürfte dem langen, trockenen Sommer geschuldet sein. Touristen oder Messegäste, die sich in Ferienpensionen eingebucht haben, sind in dieser Statistik nicht erfasst. Dass die Zahlen insgesamt stark gestiegen sind, führt Jennifer Brosy, Leiterin der Tourist-Information Friedrichshafen, laut einer Pressemitteilung auch auf Aktionen im Winterhalbjahr zurück. Denn auch von Januar bis März oder im November kamen deutlich mehr Gäste als 2017. Allerdings stieg auch die Zahl der Hotelbetten um rund 400 an.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Fünftel ausländische Gäste

Rund 20 Prozent der Gäste kamen aus dem Ausland, wobei die Schweizer Nachbarn nach wie vor die größte Besuchergruppe bilden. Ausländer buchten rund 162 000 der insgesamt 780 000 Übernachtungen in der Saison 2018. Noch vor den Österreichern (13 000 Übernachtungen) rangieren laut der Tourismusbilanz die knapp 4800 Gäste aus den USA, weil sie mit 17 600 Übernachtungen deutlicher länger blieben als der europäische Gast. Mit jeweils rund 10 000 Übernachtungen in Friedrichshafen stellten die Franzosen, Italiener und Niederländer eine etwa gleich große Besuchergruppe dar. Gäste aus China einschließlich Hongkong buchten rund 4600 Übernachtungen. „Die starken Übernachtungszahlen aus dem nordamerikanischen und asiatischen Raum sind auf die großen Leitmessen der Messe zurückzuführen", so Jennifer Brody.

Friedrichshafen ist und bleibt eine der attraktivsten Städte am Bodensee für Touristen.
Friedrichshafen ist und bleibt eine der attraktivsten Städte am Bodensee für Touristen. | Bild: Anette Bengeldsdorf

Geht es nach der Tourismuschefin der Stadt, soll der Erfolgskurs auch 2019 fortgesetzt werden. Vor allem mit der Eröffnung des neuen Sportbades in wenigen Wochen glaubt man auch im Rathaus an einen weiteren attraktiven Baustein, um den Ganzjahrestourismus in Friedrichshafen auszubauen.

Jahresthema "Festivalfieber"

2019 stehe für die Stadt außerdem ganz im Zeichen der Kultur. Mit dem Jahresthema „Friedrichshafen Festivalfieber“ gehe die Tourist-Information verstärkt auf die Kernthemen Kultur, Kunst und Kulinarik ein, so Brody. Das bisherige „Genuss-Journal“ wurde bereits im vergangenen Jahr um Kulturthemen erweitert und in „Hafenkultur“ umbenannt. Der Reiseführer „Urlaub & Freizeit“ heißt nun „Hafenguide“.

Erstmals erschienen ist 2018 der Stadtführer „Urlaub & Freizeit – Barrierefrei“, der vielfältige barrierefreie Reisen vorstelle. Die Broschüre informierte über Sehenswürdigkeiten, Freizeitangebote, Veranstaltungen und Restaurants rund um die individuelle Gestaltung des Urlaubs in Friedrichshafen für ältere Gäste, Gäste mit Handicap und Familien, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind.