Perfekter Spitzentanz, wunderschöne Kostüme im Stil des Rokoko und eine märchenhafte Erzählung: Das Ballett „Der Nussknacker“ gehört zu Weihnachten wie der Christbaum und die Geschenke.

Die Aufführung des Russischen Klassischen Staatsballetts unter der Leitung von Konstantin Iwanow verzauberte die Zuschauer im Friedrichshafener Graf-Zeppelin-Haus. Komponiert wurde die Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky im Jahr 1892 nach der literarischen Vorlage des romantischen Märchens von E.T.A. Der Ballettklassiker entführt die Zuschauer in eine wundersame Welt, in der Puppen zum Leben erweckt werden, eine Spielzeug-Armee gegen eine Mäuseschar kämpft und Marie und der Prinz die erste Liebe finden. Die zeitlose Schönheit der Musik, das tänzerische Können der Tänzerinnen und Tänzer und die klassische Choreographie gingen eine perfekte Symbiose ein.

Mit enormer Sprungkraft flogen die Tänzer über die Bühne. Kaum zu hören war ihr Aufkommen auf dem Holzboden der Bühne. Pirouetten und waghalsige Hebefiguren wechselten sich ab mit Arabesques, Battement in allen Variationen und großartigen Sprüngen. Der klassische Spitzentanz mag vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß sein. elegant anzusehen ist er in jedem Fall. Aber jeder kann sich ausrechnen, wie lange der Körper und insbesondere die Füße der Ballerina die extreme Belastung ertragen können.

Besonders eindrucksvoll war die tänzerische Leistung der Solisten Kristina Michailova als Marie und Artem Vedenkin als Prinz. Aber auch die Paare, die den Spanischen, den Chinesischen und den Tanz der Rohrflöten zeigten bestachen durch ihren Tanz in zauberhaft schönen Kostümen. Gekrönt wurde das Spektakel durch den eleganten Blumenwalzer und den Tanz der Schneeflocken des Corp de Ballett.

Die erwachsenen Zuschauer sehen im "Nussknacker" die romantische Geschichte der ersten Lieben, für Kinder ist er die Erfüllung eines wundersamen Traumes, in dem Spielsachen zu leben beginnen. Mit lang anhaltendem Applaus dankte das Publikum für den herausragenden Ballettabend.