Das Klima am Markt wird rauer, der Wettbewerb größer und die Bedürfnisse der Kunden verändern sich – das spürt auch das Stadtwerk am See, wie bei einem Pressegespräch deutlich wurde, zu dem der kommunale Energie- und Wasserversorger eingeladen hatte, um sein Zukunftskonzept vorzustellen.

Geschäftsjahr besser als erwartet

Um als mittelständisches Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben, verlasse man ausgetretene Pfade und sei mit dieser Strategie erfolgreich, sagte Geschäftsführer Alexander-Florian Bürkle. „Wir blicken auf ein Geschäftsjahr 2018 zurück, das unsere Erwartungen übertroffen hat.“ Laut vorläufigem Jahresabschluss erwirtschafteten 347 Mitarbeiter von Friedrichshafen bis Überlingen einen Gewinn von 8,7 Millionen Euro – und das bei einer Investitionssumme von 21,5 Millionen Euro.

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Komplettlösungen im Bereich E-Mobilität

„Wir wollen den Menschen mit cleveren Lösungen das Leben leichter machen“, fasste Bürkle das Zukunftskonzept zusammen, das dem Stadtwerk am See für vier seiner Projekte bereits den Innovationspreis des Verbands kommunaler Unternehmen eingebracht hat. Man wolle weg vom Image des verstaubten Energieanbieters. Den rund 80 000 Kunden werden deshalb Komplettlösungen, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität, angeboten. So stehen laut Geschäftsführer Bürkle neben 2500 Ladesäulen in ganz Deutschland auch Ladeboxen für die private Garage, gespeist durch die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, inklusive Stromspeicher im Keller und entsprechendem Ökostrom-Tarif zur Verfügung.

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Von ÖPNV bis Telekommunikation

„Unser Unternehmen steht für Kooperationen“, erklärte Bürkle. So sollen die verschiedenen Kompetenzen des Stadtwerks gebündelt und zum Rundum-sorglos-Paket für Kunden geschnürt werden. Die Palette reiche dabei von der E-Mobilität über den öffentlichen Nahverkehr, Smart-Home-Lösungen bis hin zum Bereich Telekommunikation mit dem Tochterunternehmen Teledata. Dabei lege das Unternehmen Wert auf eine ökologische Orientierung, wie Bürkle betonte. Sichtbares Zeichen der verstärkten Kundenorientierung sei das neue Kundenzentrum in Friedrichshafen.

Das Stadtwerk am See in Zahlen

  • Umsatz (vorläufig): 179,8 Millionen Euro
  • Jahresüberschuss (vorläufig): 8,7 Millionen Euro
  • Investitionen (vorläufig): 21,5 Millionen Euro
  • Mitarbeiter: 347, davon 24 Auszubildende und Studenten sowie zwölf Praktikanten

Verkauf:

  • Strom: 534 Gigawattstunden
  • Gas: 930 Gigawattstunden
  • Wärme: 50 293 Megawattstunden
  • Wasser: 6,1 Mio. Kubikmeter
  • 2018 gebaute Ladepunkte: 30

Aktivitäten in den drei Kundenzentren:

  • Anrufe: 42 600
  • Besucher: 19 300
  • Briefe/Mails: 18 800
  • Gespartes CO2: 125 000 Tonnen