Die Stadt erweitert das Förderprogramm "Klimaschutz durch Energiesparen": Ab Januar können auch Förderanträge gestellt werden, wenn einbruchshemmende Fenster oder Türen in Wohnungen oder Häuser eingebaut werden. Das hat der Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit bei einer Enthaltung (Christine Heimpel/SPD) beschlossen.

Der Zuschuss von 50 Euro pro Fensterflügel oder Tür ist eher symbolisch angesichts der Gesamtinvestitionssummen beim Tausch alter Elemente. Aber genau so ist es gemeint: "Es geht um die Botschaft und soll ein kleiner Anreiz für Bürger sein, ihr Haus oder ihre Wohnung gegen Einbruch zu schützen." Kripo-Beamter Dieter Stauber (SPD) weiß: "Die Hälfte aller Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken." Es sei besser, das Geld präventiv anzulegen als später mit der Spurensicherung anzurücken. Heinz Tautkus und Christine Heimpel (beide SPD), hinterfragten allerdings, ob die Förderung Aufgabe der Stadt und wirklich notwendig sei. Schließlich gebe es dafür schon eine Landesförderung und das Geld könne an anderer Stelle besser eingesetzt werden. Hans-Jörg Schraitle, Leiter des Amts für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt, widersprach: Er sieht darin einen Beitrag zur kommunalen Kriminalprävention, das Ganze sei eh "schwäbisch-sparsam kalkuliert". In zwei Jahren soll Bilanz gezogen und neu entschieden werden.


Die Konditionen

Der Zuschuss für den Einbau einbruchhemmender Fenster oder Türen beträgt 50 Euro pro beweglichem Flügel, unabhängig von der Größe. Die Investition muss mindestens 2000 Euro bei Nachrüstung bzw. mindestens 5000 Euro bei Austausch/Neubau betragen. Maximalzuschuss für eine Wohnung/Ein- oder Zweifamilienhaus: 1000 Euro, Mehrfamilienhaus: 2000 Euro. Erforderlich ist eine kriminalpolizeiliche Beratung. (asa)