Stolz erzählt Kevin von "Passe Trap für vier", eins von drei Spielen, die im Bauch des neuen Spieleanhängers einen festen Platz haben. "Zuerst haben wir die Teile ausgemessen und die Hölzer zugesägt und sie dann verschraubt. Naja gestrichen haben wir sie auch noch", erklärt der junge Holzwurm. Perfekte Arbeit. Neben dem Schüler hämmerten, sägten und malten 17 weitere Jungen und Mädchen beim Spielebau.

Bis zum endgültigen Start sollen noch viele Spiele aus Holz und Farbe dazu kommen. Ideen hat Projektleiter Mario Christmann noch viele, denn er wird täglich von den Sechs- bis 13-Jährigen mit tollen Vorschlägen überrascht. Und wer weiß besser, womit gerne spielt wird, als die es tun.

Der mobile Kindertraum ist viel größer als der bisherige, hat ein Stützrad und verspricht viel mehr Spannung. Die schlechte Nachricht ist, er wird nicht vor dem nächsten Jahr die Knirpse in und um Friedrichshafen glücklich machen. Die Gute ist, der Alte wird weiter verliehen. Und wer kann ihn ausleihen? Jeder, der möchte, von Veranstaltern eines Straßenfestes genauso wie von Familien, bei denen ein Kindergeburtstag gefeiert wird oder von Schulen.
Das Spiel zum neuen Anhänger wird von Dustin (von links), Kevin und Linus ausprobiert: "Passe Trap für vier" heißt es, wer alle Steine los hat, ist der Sieger.
Das Spiel zum neuen Anhänger wird von Dustin (von links), Kevin und Linus ausprobiert: "Passe Trap für vier" heißt es, wer alle Steine los hat, ist der Sieger.

"Wichtig ist das rechtzeitige Buchen und ein Anhänger-Führerschein", betont Margret Rücker-Beck, Leiterin der Einrichtung. Und warum hat der Neuzugang keinen Namen? Die beteiligten Kinder sollten den aussuchen und da ja noch einige dazukommen, wird es noch dauern mit der Taufe. Die letzte Frage, was kostet der Spaß? Mit 15 Euro ist man dabei, eine zusätzliche Kaution von 50 Euro sollte mit eingeplant werden. Wer noch die Rollrutsche haben möchte, ist weitere 50 Euro los.

In vier Ferienwochen kamen um die 500 Schüler in die Meisterhofener Straße und zum Kulturufer, wo die Pädagogen und ihre Helfer auch vertreten waren. Eifrig wird unterdes in der Zeitungsredaktion des Spielekuriers geschrieben und alles für die neuste Ausgaben gegeben. Auch die Abteilung junge Schneider näht die neuste Mode aus allerlei Stoffen zusammen. Bunt geht es bei den Malern zu, da wird zuerst ordentlich geklext und dann sauber gemalt. Die Holzliebhaber dürfen schreinern so viel sie wollen und lassen die Maschinen glühen. Hier ein Loch bohren, da mit Sandpapier abschleifen. Da stellt sich Hunger ein. Damit alle auch gestärkt wieder ans Werk gehen können, ist schnell die Teigrolle im Einsatz und vor allem Mädchen backen etwas Brot.

Am See und in der Stadt gibt es viel zu entdecken, was zu Ausflügen geradezu animiert. Die werden auch zahlreich unternommen und entspannen vom Sitzen, berichtet Rücker-Beck. Das Spielehaus ist aber nicht nur in den großen Ferien für die Kleinen da, auch in allen übrigen gibt es das volle Programm, was immer wieder neu gestaltet ist. So können Kinder immer wieder kommen und erleben nie das Gleiche wie zuvor.