Die Outdoor-Branche boomt und viele Leute würden sich gerne in Friedrichshafen bei der gleichnamigen Messe über die neuesten Trends informieren. Sonst nur dem Fachpublikum vorbehalten, hatten 20 SÜDKURIER-Leser im Rahmen der Aktion "Der SÜDKURIER öffnet Türen" die Gelegenheit zu einem Rundgang über die Outdoor.

Wo sonst nur Fachbesucher zugelassen sind, konnten sich exklusiv auch 20 Leser des SÜDKURIER umsehen.
Wo sonst nur Fachbesucher zugelassen sind, konnten sich exklusiv auch 20 Leser des SÜDKURIER umsehen. | Bild: Claudia Wörner

Kerstin Mommsen, Leiterin der Lokalredaktion Friedrichshafen, begrüßte die SÜDKURIER-Leser, die aus dem Gebiet von Überlingen über Pfullendorf bis nach Markdorf zur Messe Outdoor gekommen sind. Geführt von Pressesprecher Wolfgang Köhle ging es durch die Messehallen, in denen die Hersteller die neuesten Trends vorstellten. "Alles, was Sie hier sehen, ist erst im kommenden Jahr in den Sportgeschäften erhältlich", so Köhle. Immer wieder sei er mit der Frage konfrontiert, warum nicht auch Endverbraucher die Outdoor besuchen können. "Hier geht es darum, Hersteller und Fachhändler zusammenzubringen", erläuterte er.

Anders als bei Verbrauchermessen

Vor Ort sind 940 Aussteller aus 40 Ländern mit ihren teilweise sehr aufwendig gestalteten Ständen. "Viele verwenden Naturmaterialien, passend zum Thema Outdoor", machte Köhle aufmerksam. Der Gruppe fällt auf, dass im Unterschied zu Verbrauchermessen viele Stände abgeschirmt sind. "Hier geht es darum, in Ruhe mit den Kunden aus aller Welt Gespräche zu führen und Aufträge für die kommende Saison entgegenzunehmen. Oft werden dafür auch Termine vereinbart", weiß der Pressesprecher.

Schuhe, Bekleidung und Trendsportarten

In einer Messehalle geht es nur um Outdoorschuhe, gleiche mehrere zeigen sportliche Bekleidung, die durchaus auch stadttauglich ist. Bergsportausrüstung vom Haken bis zum Kletterseil, Schlafsäcke, Surfbretter, Rucksäcke, Campingausrüstung und vieles mehr gibt es bei der Outdoor zu entdecken. Im Freien kann die SÜDKURIER-Gruppe am Pool beobachten, wie die Trendsportart Stand-up-Paddling funktioniert. Die Bretter seien heutzutage in der Regel aufblasbar, erklärt Köhle. "Toll, dass uns der SÜDKURIER die Gelegenheit gibt, mal bei der Outdoor reinzuschnuppern", sagt Alfred Stopper aus Frickingen.

Feuer machen ohne Feuerzeug und Streichhölzer: Helene Nilsson (rechts) von der Firma Light my Fire aus Schweden zeigt den SÜDKURIER-Lesern, wie man sich mit einem speziellen Messer behelfen kann.
Feuer machen ohne Feuerzeug und Streichhölzer: Helene Nilsson (rechts) von der Firma Light my Fire aus Schweden zeigt den SÜDKURIER-Lesern, wie man sich mit einem speziellen Messer behelfen kann. | Bild: Claudia Wörner

Im Außenbereich flackert im hellen Nachmittagslicht ein Lagerfeuer und Aussteller präsentieren, wie heute im Freien und insbesondere in der Wildnis gekocht wird. Gleich nebenan zeigt ein Aussteller, was zu tun ist, wenn das Feuerzeug vergessen wurde oder die Streichhölzer nass geworden sind. Auch den SÜDKURIER-Lesern gelingt es ruckzuck, die Holzspäne mit einem speziellen Messer zum Brennen zu bringen. "Hier könnte man fast wieder Lust auf Camping-Urlaub bekommen", sagte Ulrich Bernard aus Friedrichshafen in der "Tent City", in der 20 Aussteller ihre Zelte in allen Preisklassen und Größen vom praktischen Einmannzelt bis zur jurtenähnlichen Zeltvilla aufgebaut haben.

Zum Abschluss des zweistündigen Messerundgangs besuchten die SÜDKURIER-Leser den Stand der Firma Vaude aus Tettnang-Obereisenbach.
Zum Abschluss des zweistündigen Messerundgangs besuchten die SÜDKURIER-Leser den Stand der Firma Vaude aus Tettnang-Obereisenbach.

Köhle erklärte, dass die Outdoor nicht nur für die Messe ein großer Umsatzposten ist. "Man kann davon ausgehen, dass etwa der fünffache Betrag, zum Beispiel für Übernachtungen und Essen gehen zusätzlich in der Region bleibt. Beim Outdoor-Ausstatter Vaude aus Tettnang endete die zweistündige Führung. Ja, es mache ihn und alle Messe-Mitarbeiter schon etwas traurig, dass sich die Messe Outdoor nun zum letzten Mal in Friedrichshafen sei, gibt Köhle offen zu.