Die Frau ließ das Mobiltelefon, das nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Konstanz einen Wert von rund 700 Euro hat, am vergangenen Mittwoch in einem Zug liegen. Am Abend stellte sie mit Hilfe der Ortungsfunktion fest, dass ihr Mobiltelefon mittlerweile im Stadtgebiet war. "Der Träger des Telefons war offenbar recht begeistert von dem Gerät und machte daher mit der eingebauten Kamera auch gleich ein Selbstporträt", berichtet die Bundespolizei weiter. "Ob der Mann wusste, dass dieses Porträt vom schlauen Telefon automatisch auch an die Eigentümerin übermittelt wurde?" Jedenfalls war die 29-Jährige den Angaben zufolge nun plötzlich im Besitz eines Lichtbilds des aktuellen Besitzers ihres Telefons.

Anschließend war das Gerät ausgeschaltet und konnte nicht mehr geortet werden. Das Lichtbild allerdings war bereits gesichert und interessierte natürlich auch die Bundespolizei am Häfler Stadtbahnhof. Die Beamten dort begannen sofort mit der Fahndung nach dem Abgebildeten. Die 29-Jährige selbst war es dann aber, die den Mann am nächsten Morgen am Stadtbahnhof wiedererkannte. Bundespolizisten brauchten nicht lange, um festzustellen, dass der 26-Jährige tatsächlich die Person auf dem Handy-Foto war. Der Mann räumte ein, im Besitz des Telefons zu sein und gab es schließlich an die Bundespolizei wieder heraus. Zwischenzeitlich hat die 29-Jährige es wieder. Gegen den Beschuldigten hat die Bundespolizeiinspektion Konstanz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.