Das Seehasenfest ist seit Donnerstag in vollem Gange. Zwischen Losbuden, Essensständen und Bierzelten gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte – für große und kleine Festbesucher. Der SÜDKURIER hat sich auf den Weg gemacht und sechs Attraktionen getestet, bei denen Mutige auf ihre Kosten kommen. Der größte Teil des Vergnügungsparks ist am Hinteren Hafen aufgebaut. Dort findet man zum Beispiel die Überschlagsschaukel "Intoxx", die Bungee-Kugel "Hot Shot" oder den "Shaker". Auch am Yachthafen wartet ein Fahrgeschäft, das es in sich hat: "The Fighter". Im vergangenen Jahr neu gebaut, ist der Propeller der Schaustellerfamilie Bruch zum ersten Mal beim Seehasenfest dabei – und hinterlässt direkt einen guten Eindruck. Trotz Adrenalin-Kick kann man die 47 Meter Höhe genießen und muss sich nach der Fahrt nicht über einen flauen Magen beklagen.

Quasi eine Art Vorläufer für den "Fighter" ist das Fahrgeschäft "Intoxx". Beide sind sich in Aufbau und Ablauf sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass das letztere mit 22 Metern Höhe deutlich niedriger ist. Für Murielle Raible war die Fahrt dann allerdings doch ein wenig heftiger als gedacht. "Am Anfang war es noch recht angenehm, da war es wie eine große Schaukel. Nach und nach überschlägt sich die Schaukel. Das ist zwar auch beeindruckend, geht aber mit der Zeit auf den Magen", sagt die 21-Jährige nachdem sie den Adrenalin-Kick verdaut hat.

The Fighter

Adrenalin-Faktor: Mit seinem 47 Meter hohem Propeller ist diese Attraktion nur etwas für Seehasenfest-Besucher ohne Höhenangst. Mit bis zu 120 Stundenkilometer geht es dann – vorwärts oder rückwärts – rasant nach unten, um neuen Anlauf zu nehmen.
Details: Mitfahren dürfen bei dem Fahrgeschäft direkt am Häfler Yachthafen nur Personen ab eine Größe von 1,40 Meter. Außerdem gibt es einen Kommentator, der mit Sätzen wie "Mach den Mund nicht so weit auf, sonst fliegt noch was rein" oder "Jetzt schau doch nicht so angestrengt" für einige Lacher sorgt.
Preis: 6 Euro kostet eine Runde.

Fazit: Sieht schlimmer aus, als es ist und macht super viel Spaß.

Das Fahrgeschäft "Fighter" auf dem Seehasenfest punktet mit Aktion und Höhe.
Das Fahrgeschäft "Fighter" auf dem Seehasenfest punktet mit Aktion und Höhe. | Bild: Murielle Raible

 

Feuer und Eis

Adrenalin-Faktor: Ein wenig entspannter geht es bei der Familienachterbahn "Feuer und Eis" zu. Murielle Raible sagt: "Es war einfach schön. Und schneller als gedacht." Für die Studentin ist dieses Fahrgeschäft optimal, um sich von einer rasanteren Attraktion zu erholen. "Da würde ich direkt noch einmal mitfahren", sagt Raible.
Details: Fünf Runden fährt die Achterbahn ihre 280 Meter lange Strecke. 38 Personen haben in der Bahn Platz, pro Wagen können je vier Personen mitfahren.
Preis: Eine Fahrt kostet 4,50 Euro, für Personen unter 1,40 Meter nur 3,50 Euro.

Fazit: Wer keine Action braucht, der kommt hier auf seine Kosten.

Für Murielle Raible ist die Achterbahn eine gelungene Abwechslung.
Für Murielle Raible ist die Achterbahn eine gelungene Abwechslung. | Bild: Lippisch, Mona

Bungee-Kugel

Adrenalin-Faktor: Die Bungee-Kugel hält, was sie verspricht. 50 Meter freier Fall und danach einige Überschläge. Zu zweit mehrfach angeschnallt in einer Kugel sitzend, ist der "Hot Shot" ein echtes Erlebnis. Auch wenn sich nach der Fahrt der Magen dreht.
Details: In nur zwei Sekunden beschleunigt die Kugel auf 160 Stundenkilometer. Auf den Körper wirkt somit eine etwa fünffache Erdanziehungskraft. Die Gäste werden während der Fahrt gefilmt. Den Film bekommt man für 6 Euro auf einem USB-Stick mit nach Hause.
Preis: 15 Euro kostet der Adrenalin-Kick.

Fazit: Auch wenn es das teuerste Fahrgeschäft ist: Hier gibt es Action pur.

Die Bungee-Kugel "Hot Shot" ist nichts für schwache Nerven.
Die Bungee-Kugel "Hot Shot" ist nichts für schwache Nerven. | Bild: Murielle Raible

Shakers

Adrenalin-Faktor: Schnelligkeit, Überschläge und Schleudereien. Was vielversprechend klingt, ist es noch lange nicht. Der Zustand, in dem man sich nach der Fahrt befindet, ist kaum zu beschreiben. Angst, gemischt mit Übelkeit, treffen es vielleicht ganz gut. Die Tränen in den Augen nicht zu vergessen. Geschuldet ist das auch den Geräuschen, die Wagen knarren und man denkt jede Sekunde, die Schrauben würden sich lösen.
Details: Auf einer großen Platte drehend, befinden sich vier Wagen mit je vier Sitzplätzen, die sich wiederum in sich selbst drehen und überschlagen.
Preis: 4 Euro kostet eine Runde.

Fazit: Eine Fahrt schreit nach Übelkeit, nicht nach Adrenalin.

Video: Lippisch, Mona

 

Dschungeltrain

Adrenalin-Faktor: Auch kleine Festbesucher können bei einer Fahrt mit diesem Karussel Spaß haben. Vorausgesetzt man ist resistent gegen Übelkeit. Denn die kommt beim Karussell fahren bekanntlich ziemlich schnell. Ansonsten ist der Adrenalin-Faktor deutlich geringer, als bei den anderen getesteten Attraktionen.
Details: Vorwärts und rückwärts geht es rasant über einen welligen Untergrund. Im Hintergrund läuft laute Musik, die so viel Stimmung macht, dass gerade viele Jugendlichen Fahrgäste es nicht lassen können, laut mitzusingen.
Preis: Eine Fahrt mit dem "Dschungeltrain" kostet 3 Euro.

Fazit: Für Groß und Klein, aber eben "nur" ein Karussel.

Auch junge Gäste kommen bei einer fahrt mit dem "Dschungeltrain" auf ihre Kosten.
Auch junge Gäste kommen bei einer fahrt mit dem "Dschungeltrain" auf ihre Kosten. | Bild: Murielle Raible

Intoxx

Adrenalin-Faktor: Die Schreie, die Außenstehende hören, machen es deutlich: Wer im 22 Meter großen "Intoxx" mitfährt, muss sich auf Action vorbereiten. "Mir ist schlecht. Irgendwann hofft man nur noch, dass es vorbei geht", bilanziert Murielle Raible nach der Fahrt.
Details: Festbesucher ab einer Größe von 1,40 Meter können sich bei dieser Attraktion einen Adrenalin-Kick holen. Nach einem gemütlichen Start geht es ziemlich schnell rasant zur Sache und ein Überschlag jagt den nächsten.
Preis: 4,50 Euro zahlen Gäste pro Fahrt.

Fazit: Als Vorstufe für den "Fighter" etwas für Actionliebhaber.

Video: Lippisch, Mona