Am Montagmorgen begannen die Arbeiten zur Sanierung der B 31 zwischen Landratsamt und Fischbach und sollten am Freitag um 8 Uhr fertig sein. "Ambitioniert" nannte das Landratsamt die Planung selbst – und prompt ist es schiefgegangen. Das Straßenbauamt des Bodenseekreises und die Baufirma entschieden am Montagnachmittag, die Arbeiten im Laufe des Dienstags abzubrechen. Nach Auskunft von Robert Schwarz, Pressesprecher des Landratsamts, wird Regen erwartet. Bei Nässe kann der Asphalt jedoch nicht aufgebracht werden. Für Nutzer der B-31-Strecke zwischen Landratsamt und Dornierknoten in Immenstaad bedeutet dies, ab Mittwoch ist wieder freie Fahrt in beide Richtungen. Die Umleitungsschilder werden nach Stand vom Montag wieder abgeklebt. Allerdings stand noch nicht fest, wann es weitergeht.

Die Fräsmaschinen lösen die alten Asphaltschichten rund 18 Zentimeter tief herunter, während langsam vor ihnen fahrende Lastwagen gleich den Schutt aufnehmen.
Die Fräsmaschinen lösen die alten Asphaltschichten rund 18 Zentimeter tief herunter, während langsam vor ihnen fahrende Lastwagen gleich den Schutt aufnehmen. | Bild: Georg Wex

Schwarz erläuterte, es könne nicht riskiert werden, dass bei dem zu erwartenden starken Verkehr zur Messe Tuning World am Wochenende der Verkehr über eine abschnittsweise abgefräste Fahrbahn rollt. Würden die Arbeiten trotz Messe weitergeführt, wäre ein Verkehrschaos zu erwarten. Der Abbruch der Arbeiten hat allerdings einen Nachteil, so Schwarz: "Mit so viel Power werden wir nach der Messe wohl nicht weitermachen können, weil die Trupps schon woanders eingeplant sind."

Geschafft: Die Fahrbahnseite in Richtung Immenstaad wurde im Eiltempo fertiggestellt, muss nun noch auskühlen und kann voraussichtlich ab Mittwochmittag befahren werden.
Geschafft: Die Fahrbahnseite in Richtung Immenstaad wurde im Eiltempo fertiggestellt, muss nun noch auskühlen und kann voraussichtlich ab Mittwochmittag befahren werden. | Bild: Georg Wex

Drei Kolonnen mit etwa 30 Arbeitern, Fräs- und Asphaltiermaschinen sowie Dutzende Laster, die den Straßenschutt wegfuhren und den Asphalt heranfuhren, waren gestern für die Firma Storz im Einsatz. Sie begannen, in drei Bauabschnitten zwischen der Kreuzung am Landratsamt und den alten Gleisen hinter dem Ortsausgang von Fischbach Richtung Immenstaad die ausgewählten Streckenabschnitte rund 18 Zentimeter tief herauszufräsen. Wenn Straßenbauarbeiter Reste an den Fahrbahnkanten herausgebrochen hatten, kamen anschließend direkt dahinter die Asphaltiermaschinen.

Die Bauarbeiten beginnen kurz vor dem Ortseingang von Fischbach an den alten Bahngleisen. Kurz nach 10 Uhr wurde dort in einem Abschnitt schon der neue Asphalt aufgebracht.
Die Bauarbeiten beginnen kurz vor dem Ortseingang von Fischbach an den alten Bahngleisen. Kurz nach 10 Uhr wurde dort in einem Abschnitt schon der neue Asphalt aufgebracht. | Bild: Georg Wex

Auf der Umleitung Richtung Westen, die an der Kreuzung Hoch-/Albrecht- und Maybachstraße beginnt, war in der Maybachstraße schon am Vormittag zähflüssiger Verkehr, der sich gegen Abend steigerte. Bis zeitweise hinter Sparbruck zurückreichte der zähe Verkehr vor dem Kreisel in Schnetzenhausen. Dort teilt sich die Umleitung. Die meisten großen Laster fuhren wegen der Höhenbeschränkung der Brücke in Kluftern über Unterraderach nach Markdorf weiter, wo es zu Staus kam.

Auf der Hochstraße zwischen Friedrichshafen und Schnetzenhausen stauten sich am Montagnachmittag die Autos und Lastwagen.
Auf der Hochstraße zwischen Friedrichshafen und Schnetzenhausen stauten sich am Montagnachmittag die Autos und Lastwagen. | Bild: Jenna Santini


Fakten

Rund 400 000 Euro soll die Sanierung des sechs Kilometer B-31-Straßenabschnitts kosten. 8000 Quadratmeter Asphalt werden auf den beiden je sechs Kilometer langen Fahrspuren abgefräst und erneuert. Die Fahrbahnen werden nicht komplett durchgehend erneuert. Gearbeitet wird von der beauftragten Firma Storz bisher in drei Bauabschnitten. Zunächst wird die nördliche Fahrspur, dann die südliche saniert. Halten soll die Straße bis zur Eröffnung der B 31-neu Friedrichshafen-West, etwa 2020.