25 neue Wohnungen plant die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) im Oberhof. Obwohl das Grundstück zwischen Sarajevo- und Saint-Die-Straße, das die Stadt an die SWG verkauft hat, mit rund 3500 Quadratmetern Fläche schwierig zu bebauen ist, wird es den Mietern nach Fertigstellung eine sehr schöne Aussicht auf den Bodensee und die Berge bieten. Die genießen bisher die Eigentümer der Wohnungen im benachbarten Panorama-Haus, die nach der Fertigstellung 2017 mit „unverbaubarer Seesicht„ beworben und verkauft wurden. Die Hälfte der neuen SWG-Wohnungen werden vom Land gefördert und sind daher für Mieter mit Wohnberechtigungsschein vorgesehen.

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Den Entwurf für das fünfgeschossige Mehrfamilienhaus mit 21 Wohnungen und die zwei Doppelhäuser mit je zwei Wohnungen stellten die Planer des beauftragten Büros Wurm aus Ravensburg jüngst dem Gestaltungsbeirat vor. Der ungewöhnliche Zuschnitt des Grundstücks, gebildet aus drei Dreiecken, bedeute „eine Höchststrafe für jeden Architekten“, erklärte Wolfgang Riehle in gewisser Weise anerkennend. Denn den Planern sei es gelungen, das Areal mit einem guten Entwurf maximal auszunutzen. Und außer der Dachneigung seien alle Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten. Aber es gehe noch besser, bemerkte der Vorsitzende des Gestaltungsbeirats.

Der ungewöhnliche Zuschnitt des SWG-Grundstücks – drei Dreiecke – wird mit diesem Entwurf der Architekten komplett ausgenutzt. Der Acker südlich davon ist Bauerwartungsland.
Der ungewöhnliche Zuschnitt des SWG-Grundstücks – drei Dreiecke – wird mit diesem Entwurf der Architekten komplett ausgenutzt. Der Acker südlich davon ist Bauerwartungsland. | Bild: Wurm Architektur

Um dem Fünfgeschosser seine Massivität zu nehmen, soll das Haus aus fünf Teilgebäuden bestehen, die sich um ein gemeinsames Treppenhaus anordnen. Damit entsteht ein fächerartiger Bau, der optisch weniger wuchtig wirkt. Allerdings hebe die von den Planer vorgestellte Bänderung der Stockwerke diese gewünschte Kleinteiligkeit in der Baustruktur wieder auf. Eine „einfache, ehrliche Lochfassade“, so Riehle, sei hier wohl das bessere Mittel der Wahl.

Während der Geschossbau über die Saint-Die-Straße erschlossen und mit Stellplätzen versorgt wird, bekommen die Doppelhäuser ihre Zufahrt über die Sarajevostraße. Südlich des SWG-Grundstücks ist eine Ackerfläche im Privatbesitz, die in Zukunft ebenfalls überbaut werden kann.