„Die in Insolvenz gegangene Fluglinie VLM bringt den Flughafen Friedrichshafen erneut in eine schwierige Situation“, so Dieter Stauber und Norbert Zeller. Beide sind sich laut Mitteilung der SPD aber einig, dass der Flughafen für Friedrichshafen und die gesamte Region unverzichtbar ist. Das Gerede, wonach das Areal zwischen Friedrichshafen und Meckenbeuren für gewerbliche Nutzung und Wohnungsbau verwendet werden soll, sei völlig absurd und schade nicht nur dem Flughafen, sondern der ganzen Region.

Die SPD in Stadt und Kreis sieht – trotz der augenblicklichen Schwierigkeit – den Flughafen Friedrichshafen gut aufgestellt. Obwohl der Regionalluftverkehr in Deutschland rückläufig sei, habe der Häfler Flughafen eine große Chance und eine gute Perspektive in einer wirtschaftlich starken Region. Entgegen dem allgemeinen Trend sei eine steigende Nachfrage zu verzeichnen. Dazu zählen für die beiden Fraktionschefs auch stark expandierende Gesellschaften wie zum Beispiel Turkish Airlines. Es gebe also konkrete Wachstumspotenziale mit attraktiven Airlines und die Chance, werthaltige Low-Cost-Carrier-Angebote aufzubauen. Der Flughafen Friedrichshafen habe ein breites Flugangebot, eine moderne Terminal-Infrastruktur und vor allem auch hoch motivierte Mitarbeiter. "Die SPD ist überzeugt, dass es gelingen wird, aufbauend auf einer tragfähigen Struktur, weitere Potenziale zu nutzen, insbesondere durch eine breite Diversifizierung des Verkehrs", heißt es in der Mitteilung. Es komme nun darauf an, dass Geschäftsführung und Aufsichtsrat des Flughafen Friedrichshafen alle Optionen prüfen, um die wichtigen Flugstrecken aufrecht zu erhalten.

Bei notwendigen Investitionen im Bereich des Flughafens müsse nun auch das Land Baden-Württemberg mehr Verantwortung übernehmen. Stauber und Zeller fordern deshalb eine finanzielle Unterstützung durch das Land „und zwar sehr zeitnah“.