Bodenseekreis (jel) Vier Tage schnelle Autos und Showprogramm lockten wieder mehr als 100 000 Besucher auf die Automesse Tuning World Bodensee. Bei so viel PS kontrollierten die Beamten des Polizeireviers Friedrichshafen und der Verkehrsdirektion Sigmaringen wie schon in den vergangenen Jahren verstärkt rund um das Häfler Messegelände. Wie die Polizei in einer Pressemeldung schreibt, wurden auf der Bundesstraße 31, auf der es an allen Messetagen zeitweise zu Staus kam, von Donnerstag bis Sonntag 740 Fahrzeuge von den Beamten stichprobenartig kontrolliert. Vier der Fahrer saßen betrunken am Steuer, drei weitere standen während der Kontrolle unter Drogeneinfluss. Ein Fahrer war ohne Führerschein unterwegs, zwei andere beleidigten die Polizisten während der Überprüfung. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz muss sich ein Fahrer verantworten, der einen griffbereiten Teleskopschlagstock auf seiner Ablage liegen hatte.

Mit der Polizeidirektion Sigmaringen auf Raserjagd

Videofahrzeuge im Einsatz

Während das Revier Friedrichshafen sich auf den städtischen Bereich konzentrierte, war die Verkehrsdirektion Sigmaringen auf der B 30, der A 81, A 96 und A 98 mit zwei Videoüberwachungsfahrzeugen unterwegs. Auch zwei stationäre Geschwindigkeitsmessgeräte kamen zum Einsatz. Die Bilanz: 1674 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Davon 50 so erheblich, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen. Bei knapp 14 000 Fahrzeugen registrierten Fahrzeugen entspricht das einer Quote von zwölf Prozent. "Dieser Wert bewegt sich im normalen Bereich", kommentierte Fritz Bezikofer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, die Zahl. Derzeit gehe die Polizei davon aus, dass jeder zehnte Temposünder Besucher der Tuning World gewesen sei.
 

Das Landratsamt hatte während der Messetage keine zusätzlichen Messstationen im Einsatz. Von Donnerstag bis Sonntag seien im gesamten Landkreis rund 1700 Fahrer geblitzt worden. "Das sind keine besonderen Auffälligkeiten", sagt Nadine Laurisch, Pressesprecherin des Landratsamts. Sie gehe nicht davon aus, dass die Tuning World Besucher überdurchschnittlich aufgefallen seien.