Seit zehn Jahren ist Peter Stojanoff Mitglied der FDP, seit fünf Jahren Beisitzer im Vorstand. „Friedrichshafen ist meine Heimatstadt“, sagt der Physiotherapeut, „ich habe mein ganzes Leben hier verbracht.“ Schon als seine Kinder noch in die Schule gingen und er im Elternbeirat war, ergriff er häufig die Initiative und machte die Erfahrung, dass er etwas bewirken kann. So machte er sich in den 80er Jahren dafür stark, dass eine Buslinie den Oberhof mit der Pestalozzischule verbindet. Das sei eine große Erleichterung für Eltern und Kinder gewesen.

Seit mehr als 50 Jahren in der Feuerwehr aktiv

Dass Stojanoff Ausdauer hat, zeigt sein Einsatz bei der freiwilligen Feuerwehr. Seit mehr als 50 Jahren ist er dabei, hat sich bis in die Führungsetage hochgearbeitet und leitet inzwischen die Altersabteilung. Sein Bekanntheitsgrad durch die Feuerwehr und vor allem der als Physiotherapeut habe ihm zum drittbesten Ergebnis seiner Partei verholfen, glaubt er.

Als Physiotherapeut auch Volleyballer betreut

Seit 42 Jahren betreut Stojanoff mit seiner Frau und inzwischen auch mit Unterstützung seiner Tochter Patienten in seiner eigenen Praxis. Der Familienbetrieb ist sein Leben. Nach seiner Ausbildung zum Masseur qualifizierte er sich zum Physiotherapeuten. Fünf Jahre lang, von 1981 bis 1985, betreute er die Volleyballspieler der ersten und zweiten Liga. „Das hat viel Zeit und Aufwand gekostet“, sagt er, „aber ich denke noch immer gern daran zurück.“

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Ringverkehr durch Innenstadt könnte Verkehrsprobleme verbessern

Nur sehr zurückhaltend formuliert das neue Gemeinderatsmitglied die Themen, die es für wichtig hält. „Wir, die FDP, sind der Meinung, dass ein Ringverkehr im Einbahnstraßensystem durch die Innenstadt die Verkehrsproblematik verbessern könnte.“

Verfallene Immobilien abreißen und Neues schaffen

Auch hält er es für sinnvoll, verfallene Immobilien abzureißen und durch etwas Neues zu ersetzen. Besitz verpflichte zwar, aber man könne niemanden zwingen, ihn zu erhalten, findet er. Diese grundlegenden Infrastrukturthemen hält er für wichtiger, als sich darüber Gedanken zu machen, die Bundesgartenschau nach Friedrichshafen zu holen.

Seine Stärke: den Menschen zuzuhören

Politik sei immer auch eine Frage von Kompromissen und brauche viel Fingerspitzengefühl, ist er überzeugt. Seine Stärke sei es, den Menschen zuzuhören, das habe er in seinem Beruf gelernt. So lässt er es auf sich zukommen, in welchem Rahmen er an der Stadtentwicklung mitarbeiten kann. Die Stadt hat 60 000 Einwohner, da könne man auch nach bestem Wissen und Gewissen nicht allen gerecht werden. „Das muss man fairerweise auch so kommunizieren“.